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Brandenburg Streit um Approbation: Medizinstudenten müssen weiter warten
Brandenburg Streit um Approbation: Medizinstudenten müssen weiter warten
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13:15 12.02.2020
Können aktuell noch nicht als Ärzte arbeiten: Zwanzig ehemalige Studenten bekommen weiterhin keine Zulassung in Brandenburg. Quelle: Sven Hoppe/dpa
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Potsdam

In der Diskussion um die Approbation von zwanzig ehemaligen Medizinstudenten aus dem polnischen Stettin gibt es noch immer keinen Durchbruch. Das hat Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Landtagsausschuss für Soziales mitgeteilt. Derzeit gebe es allerdings vier mögliche Lösungsoptionen – darunter auch zwischenstaatliche Vereinbarungen zwischen Deutschland un Polen.

Damit bleibt die Situation für die angehenden Ärzte unbefriedigend. Seit nunmehr acht Monaten warten die ehemaligen Studenten einer Kooperation zwischen der Stettiner Universität und der Asklepios Kliniken in der Uckermark auf ihre Zulassung als Arzt.

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Nonnemacher weist Vorwürfe zurück

Nonnemacher wies am Mittwoch Vorwürfe zurück, dass das Land die Zulassung verhindere und Regelungen zu eng auslege. „Wir bewegen uns in einem automatisierten EU-Berufsanerkennungsverfahren“, sagte sie. Es diene der Entbürokratisierung bei der Anerkennung von Studienabschlüssen und der Zulassung von Medizinern.

Lesen Sie auch: Im Interview: Diese Studentin aus Brandenburg wartet seit acht Monaten auf ihre Approbation

Polen habe jedoch im April vergangenen Jahres zwei Zusätze in diese EU-Richtlinie aufnehmen lassen, erklärte Nonnemacher. Danach müssen Mediziner, die in Polen studiert haben, vor der Zulassung ein 13-monatiges Praktikum und eine Prüfung in polnischen Medizinrecht vorweisen. „An diese Voraussetzung sind wir in Brandenburg damit gebunden“, sagte Nonnemacher. Polen müsste ergänzen, dass das beispielsweise nur für Studenten gelte, die als Mediziner in Polen arbeiten wollen und für solche, die ins Ausland gehen.

Studenten eines Kooperationsstudiengangs betroffen

Betroffen sind junge Leute, die in Kooperation des Asklepios-Konzerns mit der Pommerschen Medizinischen Universität in Stettin im vergangenen Jahr ihr Studium beendet haben. Darunter sind auch Brandenburger. Die Ausschusssitzung verlief zum Teil unruhig. Immer wieder riefen einige der betroffenen Studenten erbost dazwischen und wurden zur Ordnung gerufen.

Von Ansgar Nehls

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