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Brandenburg Strompreise in Brandenburg seit 2008 um ein Drittel gestiegen
Brandenburg Strompreise in Brandenburg seit 2008 um ein Drittel gestiegen
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09:34 12.01.2020
Die Strompreise in Brandenburg sind zwischen 2008 und 2018 um 32,5 Prozent gestiegen, Quelle: imago/imagebroker
Potsdam

Die Strompreise in Brandenburg sind zwischen 2008 und 2018 um 32,5 Prozent gestiegen, Gas verbilligte sich dagegen im selben Zeitraum um 5,5 Prozent. Das teilte das Wirtschaftsministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mit. Den höchsten Preisanstieg beim Strom von elf Prozent gab es danach 2013, den stärksten Preisverfall beim Gas von etwa acht Prozent 2010. Über die Ursachen der gegensätzlichen Preisentwicklung machte das Ministerium keine Angaben.

Der Antwort zufolge sperrten die Netzbetreiber 2018 in Brandenburg in 7117 Fällen privaten Haushalten den Strom, 963 Mal wurde die Gaszufuhr vorübergehend eingestellt. Frühere Angaben über Energiesperrungen in Brandenburg liegen nur für Strom für 2017 mit rund 7900 zeitweiligen Abschaltungen vor.

Stromsperrungen meist bei verschuldeten Familien

Erstmals teilte die Bundesnetzagentur in ihrem im vergangenen Jahr erschienenen, jüngsten Monitoringbericht mit, wie lange die Haushalte 2018 von den Strom- und Gasnetzen abgeschnitten waren. Beim Strom dauerte die Abschaltung im Schnitt zwei Wochen, beim Gas waren es 36 Tage.

Zu den Ursachen der Stromsperrungen verweist die Landesregierung in ihrer Antwort auf ein Diskussionspapier des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung vom November 2017, das Daten aus der Beratungspraxis des Deutschen Caritasverbands ausgewertet hatte. Demnach treten Stromsperrungen und ihre Androhungen häufig in privaten Haushalten auf, die bereits verschuldet sind, sowie bei Empfängern von Hartz IV und Grundsicherungsleistungen.

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Kostenlose Beratung zum Stromsparen

Dabei gibt es Unterschiede zwischen der Androhung einer Stromsperre und deren Vollzug. Der Untersuchung zufolge wird Strom überproportional häufig abgestellt, wenn die Betroffenen nur über ein geringes Bildungsniveau verfügen sowie bei Ein-Personen-Haushalten. Die Studie verweist darauf, dass bei Single-Haushalten häufig soziale Netzwerke und soziale Kontrollen fehlten.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums können die Brandenburger auf zwei wesentliche Beratungsangebote zum Stromsparen zurückgreifen. Zum einen biete die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) an 26 Standorten eine kostenlose Beratung an. Auch über per Internet und Telefon können sich Interessenten informieren. Zum anderen gebe es den Stromspar-Check, ein kostenloses, vom Deutschen Caritasverband mitgetragenes Angebot an Haushalte mit geringem Einkommen.

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Nach Angaben der Landesregierung ist ein Ausbau der Energieberatung für Verbraucher derzeit nicht geplant. Allerdings sollen die Angebote besser verknüpft werden. Dabei sollen insbesondere Anforderungen von einkommensschwachen Haushalten berücksichtigt werden. Hierzu sei die Verbraucherzentrale über ein vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Energieprojekt beauftragt worden, einen Netzwerkknoten zu errichten.

Von RND/dpa/iro

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