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Brandenburg Studie sieht wachsende Nachfrage nach Gewerbeflächen um Flughafen BER
Brandenburg

Studie sieht wachsende Nachfrage nach Gewerbeflächen um Flughafen BER

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21:49 10.06.2020
Die Öffnung des Hauptstadtflughafens BER bringt nach einer Studie eine so große Nachfrage nach Gewerbeansiedlungen im Umfeld mit sich, dass die Flächen dafür nicht reichen werden. Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Schönefeld

Die Öffnung des Hauptstadtflughafens BER bringt nach einer Studie eine so große Nachfrage nach Gewerbeansiedlungen im Umfeld mit sich, dass die Flächen dafür nicht reichen werden. Die Deckung der prognostizierten maximalen Nachfrage von rund 870 Hektar bis zum Jahr 2030 sei auch dann nicht möglich, wenn alle verfügbaren Flächen aktiviert würden, heißt es in einem Konzept der Wirtschaftsförderung Brandenburg, das sie am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landtags in Potsdam vorstellte. Nach mehreren geplatzten Terminen soll der Airport BER nun am 31. Oktober dieses Jahres öffnen.

Der Umfang der verfügbaren Gewerbeflächen liege nach einer Bestandsaufnahme vom vergangenen Jahr bei 552 Hektar, sagte der Leiter für Investition und Innovation der Wirtschaftsförderung Brandenburg, Peter Effenberger. Wegen der Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide (Kreis Oder-Spree) müssten aber davon 310 Hektar abgezogen werden. Nach der Studie ist im Umfeld des BER keine verfügbare Gewerbefläche größer als 100 Hektar. Mit der Eröffnung steige der Ansiedlungsdruck nach Industrie- und Gewerbeflächen, aber auch nach Büroflächen.

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Bauwirtschaft hält mehr Tempo bei den Verkehrsanbindungen zum Flughafen für notwendig

„Wir haben also eine schwierige Gewerbeflächen-Situation“, sagte Effenberger. „Deshalb ist es von großer Bedeutung, auch kurzfristig die Nachfrage besser zu bedienen.“ Es gebe ein aktues Missverhältnis zwischen den verfügbaren Flächen und der Nachfrage. Die Wirtschaftsförderung sieht Chancen für weiteres Wachstum. In Teilen der Flughafenregion werde die Zuliefererindustrie im Tesla-Umfeld zusätzliche Nachfrage erzeugen, sagte Effenberger.

Die Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg hält mehr Tempo bei den Verkehrsanbindungen zum Flughafen für notwendig. Wichtig wäre zum Beispiel, den Ausbau der U7 zum neuen Flughafen oder auch den Bau der Transversale, die die Autobahnen A 113 und A 117 miteinander verbindet, sofort in Angriff zu nehmen, erklärte die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg.

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Von RND/dpa