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Brandenburg Tote und sterbende Wildschweine auf Oderinsel entdeckt
Brandenburg

Suche nach toten Wildschweinen im Landkreis Märkisch-Oderland

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14:46 10.10.2020
Im Kerngebiet an der polnischen Grenze hat eine großangelegte Suche nach toten Wildschweinen begonnen. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
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Bleyen

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Märkisch-Oderland hat im Kerngebiet an der polnischen Grenze eine großangelegte Suche nach toten Wildschweinen begonnen. „Wir suchen seit heute Morgen mit rund 300 Helfern zu Lande, zu Wasser und aus der Luft“, sagte der Sprecher des Landkreises, Thomas Behrendt, am Samstag. Durchsucht wird ein rund 45 Quadratkilometer großes Gebiet bei Bleyen. Daran sind Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes, Polizisten, Jäger, Landwirte und Mitarbeiter der Kreisverwaltung beteiligt.

Auch mit Drohnen wird gesucht

Mit drei Booten seien auch Helfer auf der Oder unterwegs, berichtete Behrendt. „So werden die Schilfgürtel untersucht, Wildschweine mögen es geschützt und feucht“, erläuterte der Sprecher. Vier Drohnen, zum Teil mit Wärmekameras, werden eingesetzt, um Wildschweine etwa in Feldern aufzuspüren, die den Einsatzkräften gefährlich werden könnten. Die Jäger seien für den Schutz der Helfer und nicht für die Jagd auf Wildschweine im Einsatz, sagte Behrendt.

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Am frühen Nachmittag spürten die Suchenden eine Rotte von 20 bis 30 toten oder kranken Tieren auf der Oderinsel bei Küstrin-Kietz entdeckt worden. Diese seien auf Bildern einer Drohnenkamera zu sehen, sagte Behrendt. „Die Hälfte der Tiere ist schon tot und die andere Hälfte offensichtlich krank“, sagte Behrendt. Die Tiere würden nun weiter mit Drohnenflügen beobachtet. „Ein Eingreifen wäre zu gefährlich, weil erkrankte Tiere sehr aggressiv sind“, sagte der Sprecher.

Bei der Suche mit rund 300 Helfern im Kerngebiet der ersten Funde von infizierten Wildschweinen in der Region sei ein weiterer Kadaver gefunden worden, berichtete Behrendt. Das Ergebnis der genommenen Probe werde aber erst Anfang kommender Woche vorliegen.

Bisher kein Fall bei Hausschweinen in Deutschland

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts wurden in Brandenburg bislang 55 Schweinepestfälle bestätigt. Zuletzt kamen zwei Fälle im im Landkreis Oder-Spree und Spree-Neiße hinzu. Die Seuche wird sehr leicht über Körperflüssigkeiten von Wildschwein zu Wildschwein übertragen. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Bei Wild- und Hausschweinen führt sie meist zum Tod. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei von Fällen.

Von dpa