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Brandenburg Sulfat und Eisen in der Spree: Erlasse geplant
Brandenburg Sulfat und Eisen in der Spree: Erlasse geplant
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14:15 15.03.2018
Die Spree läuft auch am Regierungsviertel entlang. Quelle: ZB
Potsdam

Brandenburg will mit neuen Erlassen Zielwerte für Eisen- und Sulfatkonzentration in der Spree festlegen. Die beiden Bewirtschaftungserlasse sollen voraussichtlich größtenteils zum Ende dieses Jahres erarbeitet sein, wie das Umweltministerium am Donnerstag in der Braunkohleausschussitzung in Cottbus ankündigte. Sie sollen eine Grundlage für wasserbehördliche Entscheidungen sein, um die Zielwerte zu erreichen.

Erhöhte Werte im Spreewasser

In der Spree in Sachsen und Brandenburg gibt es an manchen Stellen erhöhte Werte von Sulfat-Salzen und Eisengehalt im Wasser. Als ein Grund gilt der Bergbau. In stillgelegten Braunkohle-Gruben mischen sich das dort freigelegte Sulfat und Eisen mit dem zurückkehrenden Grundwasser und das Ganze gelangt in Gewässer. Auch der aktive Tagebau spielt eine Rolle.

Grundlage dieser Erlasse ist laut Ministerium ein Beschluss des Landtags. Derzeit werden demnach die großen Gewässer speziellen Gewässertypen zugeordnet. Daraus ergeben sich Anforderungen an die Wasserqualität. Hieraus wiederum können die jeweiligen Zielwerte abgeleitet werden.

Trinkwasserversorgung gewährleisten

Ziel des Sulfat-Erlasses ist es auch, die Sicherung der Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Immer wieder gibt es Klagen wegen der erhöhten Werte im Flusswasser, das zum Teil auch für die Trinkwasser-Aufbereitung genutzt wird. Das Land Berlin sieht Brandenburg in der Pflicht und erwartet Maßnahmen, wie Anfang Februar bei einem gemeinsamen Treffen deutlich gemacht wurde.

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In dem Sulfat-Erlass soll es laut Ministerium auch Signalwerte geben, die anzeigen, dass bei einer Überschreitung von einer Trinkwasserversorgungsgefährdung auszugehen ist.

Im brandenburgischen Wirtschaftsministerium wird derzeit zudem an einem Hintergrundpapier gearbeitet, das die Senkung der bergbaubedingten Stoffeinträge beinhaltet. Die wesentlichen Erkenntnisse sollen Ende 2019 der Öffentlichkeit zugänglich sein, wie es im Ausschuss hieß.

Von MAZonline

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