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Brandenburg Täter nach Einbruch im KaDeWe auf der Flucht
Brandenburg Täter nach Einbruch im KaDeWe auf der Flucht
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15:39 14.01.2017
Quelle: dpa
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Berlin

Gut zwei Jahre nach dem spektakulären Schmuckraub im Berliner Kaufhaus des Westens sind Unbekannte dort eingebrochen - wieder an einem Samstag, aber diesmal vor Ladenöffnung. Die Täter seien am Morgen gegen 7.00 Uhr in das Erdgeschoss des KaDeWe eingedrungen und hätten vermutlich Beute gemacht, teilte die Polizei mit. Demnach sollen sie mehrere Vitrinen eingeschlagen haben. Verletzte gab es bei dem Einbruch nach Angaben des Kaufhauses nicht.

Polizei bittet um Mithilfe

Zeugen, die heute Morgen in der Nähe des KaDeWe oder in der Wendlandzeile verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Direktion 4 in Berlin-Lankwitz, Eiswaldtstraße 18, unter der Telefonnummer (030) 4664 – 47 10 12, in Verbindung zu setzen.

Betroffen von dem Einbruch war die Uhren- und Schmuckabteilung im Erdgeschoss des Warenhauses, wie eine KaDeWe-Sprecherin am Nachmittag sagte. Medienberichte, nach denen die Täter den gleichen Juwelier bestahlen wie die Schmuckräuber im Dezember 2014, wollten weder die Sprecherin noch die Polizei bestätigen. Die Untersuchungen der Polizei am Tatort waren am Samstagmittag noch nicht abgeschlossen.

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Das Kaufhaus öffnete mit Verspätung dennoch am Samstagvormittag. Ein Seiteneingang - an der Ansbacher Straße - war am Vormittag abgesperrt, die Rollläden heruntergelassen. Ein Teil des Erdgeschosses war mit Flatterband abgesperrt, Polizisten waren am Vormittag noch mit der Spurensicherung beschäftigt.

Das KaDeWe und die Geschäfte entlang der Einkaufsmeilen Kurfürstendamm (Kudamm) und Tauentzienstraße werden immer wieder beraubt und bestohlen.

Am 31. Oktober vergangenen Jahres etwa brachen Unbekannte in das Karstadt-Kaufhaus ein, brachen Vitrinen auf und stahlen Schmuck. Zwei Monate zuvor überfielen zwei Männer einen Juwelier mit einer Axt und raubten Schmuck. Im Juni brachen am Kudamm Maskierte mit einem Auto und einem Rammbock in ein Luxusuhrengeschäft ein und erbeuteten Uhren im Verkaufswert von acht Millionen Euro. Im März vergangenen Jahres scheiterten mehrere Männer bei dem Versuch, einen Geldtransporter neben dem KaDeWe zu überfallen.

Am 20. Dezember 2014 - einem Samstagvormittag - waren fünf Räuber während des laufenden Vorweihnachtsgeschäfts ins geöffnete KaDeWe gestürmt. Sie waren maskiert und mit Axt, Hammer sowie Machete bewaffnet, zertrümmerten Vitrinen und erbeuteten binnen 79 Sekunden Uhren und Schmuck im Wert von rund 817 000 Euro. 13 Menschen wurden verletzt, weil die Täter Reizgas versprühten. Von der Beute ist bis heute nur ein einziges Stück aufgetaucht - ein Collier.

Ein 45-Jähriger muss sich seit November 2016 als einer der fünf mutmaßlichen Räuber vor Gericht verantworten. Zwei seiner Söhne waren kurz zuvor wegen Beteiligung an dem KaDeWe-Raub zu Haftstrafen von drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Ein dritter Sohn wurde im Mai 2016 zu sechs Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Von Fabian Albrecht

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