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Brandenburg US-Autobauer Tesla eröffnet eigenes Informationsbüro am Standort Grünheide
Brandenburg US-Autobauer Tesla eröffnet eigenes Informationsbüro am Standort Grünheide
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13:44 15.01.2020
In der Gemeinde Grünheide soll die Fabrik des Elektroauto-Herstellers Tesla entstehen. Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild
Potsdam

Der US-Elektroautobauer Tesla wird am Standort der künftigen Großfabrik in Grünheide (Oder-Spree) ein Informationsbüro für Bürger einrichten. Das gab die Gemeinde am Mittwoch bekannt. Jeweils Dienstag und Donnerstag steht das Unternehmen von 17 bis 19 Uhr bereit, Fragen von Bürgern zu beantworten, hieß es. Zum ersten Mal können Bürger am Donnerstag das Büro aufsuchen, das bis zum 4. Februar geöffnet sein soll.

Minister Steinbach begrüßt den Schritt

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) begrüßte den Schritt des Unternehmens. Darüber bin ich sehr froh, sagte Steinbach am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landtags. Das Unternehmen sei für die Kommunikation über das Projekt selbst zuständig, das könne nicht das Land übernehmen, so Steinbach. Nun gebe es die Möglichkeit des Dialogs. „Ich hoffe, dass sich damit die Situation auch ein bisschen entspannt“, sagte Steinbach mit Blick auf Proteste gegen das Projekt vor Ort.

Am vorigen Sonntag hatten rund 50 Menschen friedlich vor dem geplanten Fabrikgelände gegen das Projekt demonstriert. Sie kritisierten vor allem die geplante Rodung eines Waldstücks. Weiterer Protest soll folgen: Eine Privatperson hat laut Polizei im Auftrag einer Bürgerinitiative eine Demonstration für kommenden Samstag von Grünheide bis zum nahen Ort Fangschleuse angemeldet. Die Polizei erwartet zwischen 50 und 100 Teilnehmer.

Der Abgeordnete Philip Zeschmann (Freie Wähler) forderte im Wirtschaftsausschuss den Minister auf, die Ängste und Sorgen der Menschen vor Ort ernst zu nehmen und auf die Bürger zuzugehen. „Sonst kippt die Stimmung und wir können das Projekt vergessen“, sagte Zschmann.

Tesla will in einer Fabrik östlich von Berlin bis zu 500 000 Fahrzeuge der Typen Model 3 und Y sowie künftiger Modelle im Jahr bauen, zunächst sollen es ungefähr 150 000 Fahrzeuge pro Jahr sein.

Der Tesla-Vorstand hat den Kaufvertrag mit dem Land bisher noch nicht unterschrieben. Wirtschaftsminister Steinbach sagte, dies solle laut Tesla bis Ende dieser Woche geschehen. Er rechnet damit, dass das Gelände nach Abschluss der Rodung von zunächst 90 Hektar Wald Mitte März für den Bau vorbereitet sei. Das gut 300 Hektar große Gelände wird derzeit auf Munition aus dem Zweiten Weltkrieg abgesucht.

Linke fordert verbindliche Aussagen zur Tarifbindung

Die oppositionelle Linke kritisierte Äußerungen von Steinbach zu den Vereinbarungen mit Tesla über eine Tarifbindung für die künftigen Mitarbeiter. Fraktionschef Sebastian Walter sagte, es gebe bisher keine klaren Aussagen. „Wir erwarten, dass vom ersten Tag der Produktion an eine rechtlich verbindliche Tarifbindung besteht“, erklärte Walter. Die Ankündigung von Tesla, Löhne in Höhe von Tariflöhnen zu bezahlen, reiche nicht aus. Die Tarifbindung müsse zur Bedingung für Investitionen in Brandenburg werden, forderte er.

Von Igor Göldner

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