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Brandenburg Thüringen will Härtefallfonds für DDR-Zwangsausgesiedelte
Brandenburg Thüringen will Härtefallfonds für DDR-Zwangsausgesiedelte
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14:58 16.11.2019
Etwa 12.000 Menschen wurden in Nacht- und Nebelaktionen aus dem unmittelbaren Grenzgebiet der DDR zu Westdeutschland ins Hinterland gebracht. Quelle: Nicolas Armer/dpa
Erfurt

Die Zwangsausgesiedelten seien bei dem im November novellierten SED-Unrechtsbereinigungsgesetz nicht ausreichend berücksichtigt worden, sagte die für die Aufarbeitung von SED-Unrecht zuständige Thüringer Staatssekretärin Babette Winter am Samstag bei einem Treffen des Bundes der DDR-Zwangsausgesiedelten in Erfurt. Die Vereinigung will die Erinnerung an das Schicksal dieser Menschen wach halten.

Tarnnamen „Aktion Ungeziefer“, „Aktion Kornblume“ und „Aktion Blümchen“

In den Jahren 1952 und nach dem Bau der Mauer 1961 waren nach Schätzungen von Historikern etwa 12.000 Menschen in Nacht- und Nebelaktionen aus dem unmittelbaren Grenzgebiet der DDR zu Westdeutschland ins Hinterland gebracht worden. Die Operationen trugen zynische Tarnnamen wie „Aktion Ungeziefer“, „Aktion Kornblume“ oder „Aktion Blümchen“.

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In Thüringen betraf das etwa 4200 Menschen, die dadurch ihre Heimat und ihr Hab und Gut verloren und nur minimale Zahlungen in der DDR dafür erhielten. Die Zwangsausgesiedelten sind nach Angaben von Winter als Opfer von SED-Unrecht anerkannt worden. Das Problem sei weiterhin ihre Vermögensentschädigung.

Von RND/dpa

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