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Brandenburg Tierischer Protest beim Minister
Brandenburg Tierischer Protest beim Minister
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15:45 29.04.2014
Gegen finanzielle Kürzungen protestierten Brandenburger Schäfer am Dienstag in Potsdam – mit ihren Tieren Quelle: dpa
Potsdam

Mit blökenden Tieren sind Schäfer aus Brandenburg vor das Landwirtschaftsministerium in Potsdam gezogen, um auf ihre Existenznöte aufmerksam zu machen. Das Motto der Protestaktion lautete „Schafe und Hirten geben ihr letztes Hemd”. Die Schäfer befürchten weitere Kürzungen von Fördermitteln. „Eine Beibehaltung der öffentlichen Gelder auf dem bisherigen Niveau oder sogar eine 15-prozentige Kürzung kommt der Abschaffung der Schaf- und Ziegenhaltung in Brandenburg gleich”, sagte der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg, Knut Kucznik.

Die Schäfer fordern eine Weidetierprämie und mehr Geld aus Naturschutzprogrammen der Länder. Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) sagte ihnen Unterstützung zu und vereinbarte ein Treffen für den 16. Mai. „Es gibt den erklärten Willen, den Schäfern zu helfen - es geht nur um die Frage wie”, sagte sein Sprecher Jens-Uwe Schade.

Hintergrund des Streits sind unter anderem Kürzungen von EU-Mitteln für die nächste Förderperiode. Die Schäfer befürchten, dass sie auch zu den Leidtragenden gehören werden. Ihnen setzt laut Verband bereits stark zu, dass eine tierbezogene Beihilfe bundesweit wegfällt.

„Wir können derzeit noch nicht die genaue Höhe der künftigen Fördersätze benennen”, ergänzte die zuständige Referatsleiterin Irene Kirchner. Bis zum vereinbarten Treffen Mitte Mai solle dies aber möglich sein. „Wir werden weiter Prämien anbieten”, betonte Kirchner. Das Agrarumwelt-Programm werde weitergehen, betonte sie.

Die Grünen-Fraktion im brandenburgischen Landtag forderte die rot-rote Landesregierung auf, die Schaf- und Ziegenhaltung im Land besser zu unterstützen. „Es gibt einen fraktionsübergreifenden Landtagsbeschluss zur Stärkung der Schaf- und Ziegenhaltung in Brandenburg”, betonte ihr umweltpolitischer Sprecher Michael Jungclaus. „Ich erwarte, dass Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger diesen unverzüglich umsetzt und auskömmliche Fördermöglichkeiten für die Schäfereien auf die Beine stellt.” In Brandenburg ist die Zahl der Schafe nach Verbandsangaben in den vergangenen Jahren um knapp zehn Prozent zurückgegangen. Derzeit grasen etwa 72 000 Schafe in der Mark, davon 54 000 Muttertiere.

Landesweit gibt es nach Verbandsangaben etwa 80 Berufsschäfer und rund 4000 Halter von Schafen.

dpa

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