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Brandenburg Tödliches Zugunglück bei Caputh
Brandenburg Tödliches Zugunglück bei Caputh
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11:42 09.10.2013
Polizisten am Ort des Unglücks.
Polizisten am Ort des Unglücks. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Der Lokführer hatte den etwa 18- bis 21-Jährigen noch bemerkt und sofort eine Vollbremsung eingeleitet. Er konnte jedoch seinen Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und schleifte den Jugendlichen mehrere Meter mit. Die Polizei ermittelt zum Tod des jungen Mannes und schließt derzeit einen Suizid nicht aus. Hinweise auf das freiwillige Ausscheiden des Jugendlichen aus dem Leben wurden allerdings nach Angaben der Polizei nicht gefunden. Auch ein scheinbares Motiv liegt im Moment nicht vor.

Am Unglücksort waren Polizei und Feuerwehr zur Aufnahme des Unfalls und zur Bergung des Verunglückten im Einsatz. Quelle: Julian Stähle

Ein Notfallseelsorger betreute nach dem Unfall den Zugführer und die Zugbegleiterin, die mit einem Taxi vom Unfallort nach Hause gefahren wurden. Die 13Fahrgäste in der Regionalbahn wurden zum Bahnhof Ferch-Lienewitz gebracht. Dort konnten sie ihre Fahrt mit einem Bus fortsetzen. Da die Regionalbahn in dem betroffenen Abschnitt nur einspurig verkehrt, musste die Bahnstrecke für die Aufnahme des Unfalls und die Bergung des Verunglückten voll gesperrt werden. Nach Angaben der Deutschen Bahn fielen dadurch sieben Zugverbindungen aus. Während dieser Zeit verkehrten Busse von Potsdam nach Ferch beziehungsweise bei Bedarf weiter nach Michendorf.

Am Unglücksort waren sowohl Bundes- als auch Landespolizei, die Schwielowseer Feuerwehr mit 17 Kameraden und fünf Fahrzeugen sowie ein Notarzt und der Notfallseelsorger im Einsatz. Dieser kümmerte sich auch um die Mutter und den Großvater des Opfers, die kurz nach Eintreffen der Einsatzkräfte zur Unglückstelle eilen wollten. Die Mutter des jungen Mannes musste ihren Sohn identifizieren.

Etwa gegen 13 Uhr konnte die Bahn den regelmäßigen Verkehr zwischen Potsdam und Michendorf wieder aufnehmen.

stä/HH

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