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Brandenburg Waldbrandgefahr steigt - Förster warten auf Regen
Brandenburg Waldbrandgefahr steigt - Förster warten auf Regen
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07:17 25.03.2020
Sommer 2019: Ein Feuerwehrmann bekämpft mit einem Wasserstrahl einen Waldbrand bei Ziltendorf. Auch jetzt drohen wegen der Trockenheit und scharfem Wind wieder Waldbrände. Quelle: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/d
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Potsdam

In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr gestiegen. In 8 von 14 Landkreisen wurde am Dienstag Gefahrenstufe vier von fünf ausgerufen, wie das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte. Nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes sollte die Gefahr auch am Mittwoch weiter ansteigen.

„Trockenes Laub, verdorrtes Gras des letzten Jahres und die Sonnenstrahlen reichen aus, dass der Oberboden sehr schnell abtrocknet. Dazu kommt ein schneller Wind und wenig Niederschlag, da ist Vorsicht geboten“, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel. Schon eine weggeworfene Zigarette am Straßenrand könne einen Brand verursachen.

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Erster Brand in Oberspreewald-Lausitz

Am Donnerstag vergangener Woche hatte es den ersten Waldbrand in diesem Jahr gegeben: 300 Quadratmeter brannten in einem Waldstück im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in der Nähe vom Lausitzring. Daneben habe es bereits mehrere kleinere Vegetationsbrände gegeben. „Wir bräuchten jetzt frisches Grün“, sagte Engel. Auf Abhilfe hoffe er im April. „Wenn die Birke grün wird im April, dann gibt es einen Reduktionsfaktor.“ Die Brandlast sei dann nicht mehr so zündbereit.

Aber daneben sei Niederschlag dringend nötig. Der Januar sei mit 30 bis 50 Prozent des durchschnittlichen Niederschlages sehr trocken gewesen. „Der Februar hat einiges aufgeholt. Da gab es rund 200 bis 250 Prozent mehr Niederschlag als üblich“, sagte Engel. Aber das Defizit aus den letzten Jahren sei noch immer da. „Ich kann nur hoffen, dass Regen kommt.“

Großbrand in 2019

2019 brannte es 417 Mal in Brandenburg. Mehr als 13.000 Hektar Fläche standen in Flammen. Besonders heftig traf es im vergangenen Sommer die Region bei Jüterbog, vor allem auf dem Truppenübungsplatz wüteten immer wieder Feuer, die tagelang nicht gelöscht werden konnten. wurde im Juni bei einem Großbrand bei Jüterbog zerstört, das Feuer wütete wochenlang. Hinzu kommen noch Brände auf Truppenübungsplätzen des Bundes wie beispielsweise Lehnin und die Döberitzer Heide. Das seien aber höchstens noch einmal 10 Hektar, schätzte Engel. 2018 hatte es 512 Mal auf insgesamt 1674 Hektar gebrannt.

Am Montag ging nach Angaben des Umweltministeriums die Waldbrandzentrale Süd des Landesbetriebs Forst in Betrieb. Die Zentrale in Wünsdorf ist eine von zwei zentralen Standorten, an denen Mitarbeiter des Forsts die 106 Sensoren für Rauchentwicklung in den Wäldern überwachen.

Von RND/dpa

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