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Brandenburg Überraschende Wohnungsstatistik für Potsdam
Brandenburg Überraschende Wohnungsstatistik für Potsdam
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12:53 19.02.2018
In der Landeshauptstadt stieg der Zahl der Wohnungsleerstände. Quelle: dpa
Potsdam

In Brandenburg stehen immer weniger Wohnungen leer. Doch die Landeshauptstadt Potsdam verweigert sich diesem Trend, wie aus der Bilanz des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hervorgeht.

Hier stieg der Leerstand gegen den Landestrend von 2,2 auf 2,9 Prozent. „Der Wohnungsmarkt ist inzwischen vergleichsweise ausgeglichen“, erklärte die BBU-Chefin Maren Kern. Anders als in Berlin sei der Neubau dringend benötigter Quartiere hier früh angegangen worden. Die Stadt habe strategisch klug gehandelt.

Bauboom geht weiter

93 Millionen Euro und damit fast jeder fünfte in Brandenburg investierte Euro durch die Wohnungswirtschaft floss vergangenes Jahr nach Potsdam. Der Bauboom soll weitergehen: 140 Millionen Euro sollen im laufenden Jahr in der Landeshauptstadt in neue Wohnungen und Modernisierungen fließen. 814 Wohnungen sind bis 2020 geplant. Der Verband BBU deckt mit 400 000 Wohnungen gut die Hälfte des Brandenburger Mietmarktes ab.

Landesweit ging der Leerstand 2016 um 0,5 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent zurück. Doch je nach Lage gibt es erhebliche Unterschiede. „Keine Stadt ist wie die andere. Wachstum und Schrumpfung liegen eng beieinander“, so Kern. So liegt die Leerstandsquote in der Prignitz bei 17,3 Prozent, in Ostprignitz-Ruppin nur bei 6,8 Prozent. In der Lausitzstadt Forst steht mit 28 Prozent mehr als jede vierte Wohnung im Bestand des BBU leer, in Lübben sind es nur 3,4 Prozent.

Verband fordert höhere Abrissprämie

Dennoch pochen die öffentlichen Wohnungsunternehmen auf eine Erhöhung der Abrissförderung im Rahmen des Stadtumbaus Ost. Denn der Wohnungsmarkt entwickelt sich in wohl keinem Bundesland so unterschiedlich wie in Brandenburg, wie Maren Kern erklärte. „Viele alte Wohnungen sind nicht zukunftsfest und genügen mit ihren Grundrissen nicht modernen Anforderungen“, erklärte sie. Eine Sanierung lohne deswegen nicht, es helfe nur noch der Abriss und Neubau.

Anders als in den Vorjahren stehen inzwischen auch auf dem Land weniger Wohnungen leer. Das Wachstum von Berlin und Potsdam strahle immer weiter in das Land aus, so Kern. Doch nicht nur der Zuzug, vor allem der staatlich geförderte Abriss leerstehender Wohnblöcke hat diese Entwicklung befördert. Ohne das Programm Stadtumbau Ost läge die Leerstandsquote in bei knapp 42 Prozent in Frankfurt (Oder) oder bei 26 Prozent in Brandenburg/Havel.

Der Rückbau werde angesichts des teils stark veralteten Wohnungsbestands in Brandenburg weitergehen müsse, sagte Kern und forderte eine Aufstockung der Abrissförderung von derzeit 75 Euro pro Quadratmeter auf 120 Euro. Zugleich müsse das Land Brandenburg an seinem Image feilen und sich bekannter machen. Jährlich ziehe es 150 000 Menschen aus dem Rest der Republik nach Berlin. Brandenburg müsse um diese Zuzügler buhlen, so Kern.

Von Torsten Gellner

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