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Brandenburg Brandenburgs Studierende sind am zufriedensten mit Digitalangebot
Brandenburg Brandenburgs Studierende sind am zufriedensten mit Digitalangebot
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00:23 16.06.2019
Hörsaal der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam. In Brandenburg sind die Studierenden besonders zufrieden – jedenfalls mit dem Digitalangebot. Quelle: dpa
Potsdam

Die Studentinnen und Studenten in Brandenburg sind am zufriedensten mit der digitalen Infrastruktur und dem digitalen Lehrangebot der Hochschulen. Das ergab eine deutschlandweit Umfrage des Personaldienstleisters Studitemps und der Universität Maastricht. Daran hatten deutschlandweit 22.000 Studenten und Absolventen teilgenommen.

Auf die Frage, wie sie die digitale Infrastruktur ihrer jeweiligen Hochschule beurteilen, antworteten in Brandenburg 88,2 Prozent der Befragten mit „gut“ oder „eher gut“. Auch auf den weiteren Spitzenplätzen liegen mit Sachsen und Thüringen (82,3 beziehungsweise 79,8 Prozent) zwei Ost-Länder. Am Ende der Rangliste befinden sich mit Werten zwischen 67,3 und 71 Prozent Bremen, das Saarland und Schleswig-Holstein.

Webinar statt Seminar: Wer digital lernt, kann die Zeit frei einteilen - muss aber auch selbstständig und strukturiert arbeiten können. Quelle: dpa

„Gerade Brandenburg scheint einiges richtig zu machen“, sagte Studitemps-Vorstand Eckard Köhn zu den Zahlen. „Hier stimmt die Ausstattung, das Online-Angebot der Hochschulen und die Vorlesungsinhalte. Das ist ein absolutes Vorzeigebeispiel für andere Bundesländer.“

Die Studie differenziert nicht nur nach Bundesländern, sondern auch nach Studienfächern. Demnach fühlen sich Studenten der Informatik (zu 84 Prozent), der Medien- und der Ingenieurswissenschaften durch ihr Studium am besten auf die die digitalen Anforderungen im künftigen Beruf vorbereitet.

Angehende Lehrer ohne Plan

Besonders trübe sieht es bei angehenden Lehrern und Erziehungswissenschaftler aus. Nur 40 beziehungsweise 33 Prozent fühlen sich nach der Uni- oder FH-Zeit hinreichend vorbereitet auf die digitalen Herausforderungen im Job.

Der Digitalpakt von Bund und Ländern laufe ins Leere, warnte Eckard Köhn von Studitemps, „wenn selbst junge Lehrer nicht auf die digitalen Anforderungen vorbereitet sind. Da helfen auch digitale Whiteboards und schnelleres WLAN nicht.“

Zum Umfang der digitalen Lernangebote kam bei der Umfrage heraus, dass immerhin 92 Prozent der Hochschulen einen Online-Zugriff auf Skripte und andere Lehrmaterialien anbieten. An 41 Prozent der Unis und FHs werden Vorlesungen per Live-Stream übertragen, Online-Diskussionsforen gibt es an etwa jeder zweiten Hochschule. Mit 14 Prozent noch sehr selten sind rein digitale Lehrveranstaltungen.

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Von Thorsten Keller

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