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Brandenburg Geht es Ihnen heute besser als vor dem Mauerfall? Das sagen die Brandenburger
Brandenburg Geht es Ihnen heute besser als vor dem Mauerfall? Das sagen die Brandenburger
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18:48 09.08.2019
Andreas Kalbitz, Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg, vor einem Wahlplakat mit dem Slogan „Wende 2.0“. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Potsdam

Im Herbst jährt sich der Fall der Mauer zum 30. Mal. Die Wiedervereinigung, der Zusammenbruch der Wirtschaft, der Verlust altbekannter Strukturen und Produkte. All das hat seine Spuren hinterlassen – und es wird im Brandenburger Landtags-Wahlkampf thematisiert.

Die AfD setzt im Wahlkampf voll auf die Ost-Karte: „Vollende die Wende!“, „Wende 2.0“ oder „Der Osten steht auf“ steht auf ihren Plakaten. Während der politische Gegner darin einen weiteren Spaltungsversuch und eine Instrumentalisierung der friedlichen Revolution sieht, könnte die AfD durchaus einen Nerv treffen.

Denn wie die Forsa-Umfrage im Auftrag der Märkischen Allgemeinen Zeitung zeigt, schätzen AfD-Anhänger die Entwicklung seit dem Fall der Mauer deutlich anders ein als der Rest der Bevölkerung.

Eine Mehrheit der Brandenburger (58 Prozent), die vor dem Mauerfall in der damaligen DDR gelebt haben, meint, dass es den Menschen in den neuen Bundesländern heute alles in allem besser gehe als 1989. Nur 18 Prozent glauben, dass es den Menschen in den neuen Bundesländern heute schlechter gehe als vor dem Mauerfall. Ebenso viele meinen, dass sich nichts an der Lage der Menschen verändert habe.

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Die Unterschiede in der Einschätzung zur Entwicklung der Lebensverhältnisse nach dem Mauerfall zeigen sich vor allem zwischen den Anhängern der einzelnen Parteien. Während die Anhänger der Grünen und der FDP überdurchschnittlich häufig von einer Verbesserung der Lebenssituation ausgehen, meinen vor allem die Anhänger der AfD überdurchschnittlich häufig, dass es den Menschen in Ostdeutschland heute schlechter gehe als vor 1989.

Wenn man sie nach ihrer persönlichen Situation befragt, meinen knapp zwei Drittel (65 Prozent) der früheren DDR-Bürger, dass es ihnen heute besser gehe als vor 1989.

Jeder Zehnte (10 Prozent) gibt an, dass es ihm schlechter gehe, jeder Fünfte (20 Prozent), dass die eigene Situation sich nicht verändert habe.

Auch in dieser Frage sind lediglich die AfD-Anhänger mehrheitlich der Meinung, dass sich ihre eigene Situation gegenüber der Zeit vor 1989 nicht zum Besseren verändert habe.

Zur Methodik

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der Märkischen Allgemeinen Zeitung erneut eine repräsentative Befragung der Brandenburger durchgeführt.

Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1009 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte wahlberechtigte Brandenburger befragt.

Die Erhebung fand zwischen dem 25. Juli und 5. August 2019 mithilfe computergestützter Telefoninterviews statt.

Da das Bewerberfeld äußerst dicht zusammenliegt und der Anteil möglicher Nichtwähler mit 43 Prozent sehr hoch ist, kann das Wahlergebnis in drei Wochen von den Umfrageergebnissen stark abweichen. Wie bei allen Stichprobenerhebungen kommt es bei der Übertragung auf die Gesamtheit der Wahlberechtigten Fehlertoleranzen von plus/minus drei Prozentpunkte.

Von Torsten Gellner

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