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Brandenburg Uneinheitliche Regeln im Land: Brandenburg bleibt bei Übernachtungsverbot ab Grenzwert
Brandenburg

Uneinheitliche Regeln im Land: Brandenburg bleibt bei Übernachtungsverbot ab Grenzwert

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18:57 07.10.2020
Reisende aus Corona-Hotspots dürfen in Brandenburg nicht in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten, wenn sie aus Gebieten mit mehr als 50 neuen Infektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche kommen. Quelle: dpa
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Potsdam

Reisende aus Corona-Hotspots dürfen in Brandenburg nicht in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten, wenn sie aus Gebieten mit mehr als 50 neuen Infektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche kommen. Dieser Beschluss vom Sommer gelte weiter, sagte Regierungssprecher Florian Engels am Mittwoch. Für Berlin ist ein Verbot der Beherbergung ebenfalls ab dieser Schwelle gültig - aber für die gesamte Stadt, nicht für einzelne Bezirke. Am Mittwoch lag die Hauptstadt insgesamt knapp unter der kritischen Marke.

Mit dem Beherbergungsverbot im Juni reagierte Brandenburg auf einen Virusausbruch in einem Schlachtbetrieb in Nordrhein-Westfalen. Die Bundesländer vereinbarten am Mittwoch ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen.

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Zahlen in Brandenburg auf relativ hohem Niveau

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen liegt in Brandenburg weiter auf relativ hohem Niveau. Innerhalb der letzten 24 Stunden seien 48 neue bestätigte Fälle hinzugekommen, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) im Gesundheitsausschuss des Landtags. Das sei „schon eine Hausnummer“. Die meisten Infektionen kamen dem Ministerium zufolge mit sieben im Landkreis Oberhavel hinzu. Nur Brandenburg/Havel meldete keinen neuen Fall. Am Dienstag waren landesweit 49 zusätzliche Ansteckungen gezählt worden, der höchste Wert seit Ende April.

Am größten Südbrandenburger Krankenhaus, dem Carl-Thiem-Klinikum (CTK) in Cottbus, weitet sich der Virusausbruch aus. Inzwischen seien 17 Mitarbeiter positiv getestet worden, Patienten hätten sich bei ihnen nicht angesteckt, teilte das Klinikum mit. Zuvor waren 14 Mitarbeiter infiziert. Drei Corona-Patienten würden derzeit behandelt. Ein 87-jähriger Mann starb dort, er habe schwere Vorerkrankungen gehabt. Seit Montag hat die Klinik geplante Operationen ausgesetzt, Besuche sind verboten. Am Helios-Klinikum in Bad Saarow im Landkreis Oder-Spree stieg die Zahl infizierter Patienten laut Nonnemacher auf 21 Patienten, zuvor waren es 16.

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Lesen Sie dazu: Erster Corona-Todesfall in Brandenburg seit drei Monaten

Landrat von Oberhavel positiv getestet

Der Landrat von Oberhavel, Ludger Weskamp (SPD) wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Deshalb sei die für Mittwoch angesetzte Kreistagssitzung vorsorglich abgesagt, teilte die Kreisverwaltung mit. Weskamp habe sich in häusliche Quarantäne begeben. Seine direkten Kontaktpersonen würden ermittelt. Die Amtsgeschäfte habe Vize-Landrat Egmont Hamelow (CDU) übernommen. Der Oranienburger Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) begab sich freiwillig in Quarantäne, weil er Weskamp am Dienstag getroffen hatte.

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen je 100.000 Einwohner der vergangenen sieben Tage stieg in Brandenburg auf über 10. Sie lag am Mittwoch bei 10,5. Am höchsten war der Wert im Landkreis Oder-Spree mit 20,2. Diese Größe ist entscheidend für die Frage, ob schärfere Corona-Regeln in Brandenburg in Kraft treten. Wenn 35 neue Infektionen je 100 000 Einwohner nach sieben Tagen übertroffen werden, wird die Maskenpflicht auf Büros und Gaststätten erweitert, sofern man nicht an einem festen Platz ist. Zudem dürfen dann nicht mehr so viele Menschen an privaten Feiern teilnehmen.

Von RND/dpa