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Brandenburg „Unerträglich“ – Woidke verurteilt Äußerungen von Abbas
Brandenburg „Unerträglich“ – Woidke verurteilt Äußerungen von Abbas
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13:27 03.05.2018
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Quelle: dpa
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Potsdam/Tel Aviv

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) hat Äußerungen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zum Holocaust als unerträglich verurteilt. „Er hat eine Grenze überschritten. Mir ist völlig egal, ob er glaubte, sich dazu aus innerparteilichen Gründen genötigt zu sehen“, sagte Woidke am Donnerstag. Die Äußerungen schmerzten gerade jetzt, während seines Besuchs in Israel und in den palästinensischen Gebieten.

Woidke bezeichnet Äußerungen als Geschichtsverfälschung

Abbas hatte in einer phasenweise antisemitischen Rede gesagt, der Holocaust, die Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nazis, sei nicht durch Antisemitismus ausgelöst worden. Stattdessen sei der Auslöser die soziale Stellung der Juden als Verleiher von Krediten mit Zinsen gewesen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei einer Führung durch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Quelle: dpa

Woidke sagte zu den Äußerungen: „Sie sind historisch natürlich völlig falsch und stärken nur die Geschichtsverfälscher, von denen es auch in Deutschland viel zu viele gibt. Solche Statements sind nur Wasser auf die Mühlen jener, die keine Einigung in Nahost wollen - und zwar auf beiden Seiten.“ Auch die Bundesregierung hatte den Äußerungen von Abbas scharf widersprochen.

Von dpa