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Brandenburg Vergewaltiger bleibt in Brandenburg an der Havel
Brandenburg Vergewaltiger bleibt in Brandenburg an der Havel
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12:18 12.12.2013
Die  JVA in Brandenburg an der Havel. Quelle: MAZ/Bernd Gartenschläger
Brandenburg an der Havel

Die Affäre um die Unterbringung der beiden Sexgangster von Brandenburg an der Havel geht weiter. Nach MAZ-Informationen sollte einer der beiden Vergewaltiger, Detlef W., am Donnerstag eigentlich in eine andere Justizvollzugsanstalt (JVA) des Landes verlegt werden. Es ging um eine sogenannte Sicherheitsverlegung. Der Hintergrund: Der 56-jährige W. soll wiederholt im Gefängnis Mithäftlinge und Mitarbeiter bedroht haben.

W. ist es offenbar in seiner Haftzeit gelungen, eine Substruktur aufzubauen, indem er etwa Schulden von Mitgefangenen aufkaufte. Die Verlegung ist am Mittwoch nach Angaben aus JVA-Kreisen kurzfristig auf Weisung von Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) gestoppt worden. Der heutige Minister hatte W. und seinen Partner René N. von 2001 bis 2006 als Anwalt vertreten. Die Beiden hatten 1999 eine 13-Jährige vergewaltigt. Im Jahr 2000 wurden sie deshalb vom Landgericht Leipzig zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht war gegen eine gemeinsame Unterbringung der Täter, die ein Liebespaar sind. Das Landgericht Potsdam stimmte später aber einer gemeinsamen Liebeszelle zu, entgegen der Meinung der Anstaltsleitung.

Zwei Sexualstraftäter, die eine Jugendliche brutal vergewaltigt haben, machen auch im Gefängnis gemeinsame Sache: Die beiden Männer teilen sich nicht nur die Zelle, sondern auch das Bett. Rechtens oder fragwürdiges Privileg?

Der Anwalt Schöneburg sorgte später dafür, dass die beiden Sextäter das Privileg behalten konnten. Seit 1. Dezember sind die Beiden nach öffentlichem Druck gegen ihren Wunsch getrennt. N. kam  in die Sicherungsverwahrung auf dem JVA-Gelände. Die weitere räumliche Trennung ist gestoppt.

Von Marion Kaufmann

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