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Brandenburg Brandenburger sind zufrieden mit ihrer Finanzsituation
Brandenburg Brandenburger sind zufrieden mit ihrer Finanzsituation
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15:54 29.10.2019
Goldbarren (100 Gramm) liegen auf einem Tisch. Quelle: Armin Weigel/dpa
Potsdam

In Brandenburg überwiegt bei den Menschen die Zufriedenheit mit ihrer finanziellen Situation. 43 Prozent beurteilen sie als gut oder sehr gut. Das geht aus dem aktuellen Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hervor, der am Dienstag vorgestellt wurde. Befragt wurden von Mai bis Juni 2019 fast 6000 Menschen in allen Bundesländern. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) in Brandenburg schätzt seine finanzielle Situation als „eher schlecht“ oder „schlecht“ ein.

Brandenburg liegt damit an der Spitze der Zufriedenheit der ostdeutschen Länder und leicht über dem Bundesschnitt. Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt kommen auf 38 Prozent, Sachsen auf 39 Prozent. Den Spitzenplatz nimmt Bremen ein. Dort ist fast die Hälfte der Menschen mit ihrer finanziellen Situation zufrieden (49 Prozent). In Berlin wird die Lage wie in Brandenburg eingeschätzt: 43 Prozent sind zufrieden.

So positiv wie in diesem Jahr hätten sich die Deutschen noch nie zu ihrem Vermögen geäußert, sagte DSGV-Präsident Helmut Schleweis. „Die stabile gesamtwirtschaftliche Lage der vergangenen Jahre zeigt hier sicherlich in der Summe ihre Auswirkungen“, sagte er.

Bei 38 Prozent reicht das Geld nicht zum Sparen

Die anhaltend niedrigen Zinsen bewegen viele Märker nicht zum Umsteuern. Nur jeder dritte Brandenburger (35 Prozent) hat der Umfrage zufolge sein Sparverhalten an die niedrigen Zinsen angepasst oder hat dies zumindest vor. Das ist deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 40 Prozent.

Bei der Frage nach den Gründen für das Sparen ergibt sich ein differenziertes Bild. Nur 22 Prozent der Brandenburger gaben an, für die Altersvorsorge oder Zukunftssicherung zu sparen. 17 Prozent wollen Geld „für Anschaffungen“ zurücklegen. 16 Prozent sparen, um in Notsituationen gewappnet zu sein oder Rücklagen zu bilden. Fünf Prozent der Brandenburger legen etwas für den Urlaub beiseite. Jeweils drei Prozent der Befragten legen sich Geld für Kinder/Enkel/Familie oder einen Immobilienkauf zurück. Immerhin rund 38 Prozent können laut eigener Aussage überhaupt nicht sparen. Da liegt Brandenburg über dem Bundesschnitt von 33 Prozent.

Wunsch nach eigener Immobilie geringer ausgeprägt

Im Vergleich zu den westdeutschen Ländern ist im Osten der Wunsch nach einer eigenen Immobilie deutlich geringer ausgeprägt. In Brandenburg plant jeder Fünfte (21 Prozent) im Alter zwischen 20 und 50 den Erwerb einer Immobilie. Diese Zahl ist in den anderen Ost-Ländern ähnlich und liegt zwischen 20 und 23 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 30 Prozent. Spitzenreiter ist Hessen mit 39 Prozent.

Fast jeder Zweite in dieser Altersgruppe, der keinen Immobilienerwerb plant, gibt als Grund fehlendes Eigenkapital an. In der Stadt sind es mit 62 Prozent sogar überdurchschnittlich viele.

Deutliches Stadt-Land-Gefälle

Die Untersuchung offenbart aber kein klassisches Ost-West-Gefälle, sondern einen finanziellen Graben zwischen Stadt und Land, was die Autoren erstmals gesondert untersucht haben. Je nach Wohnlage beurteilen die Menschen ihre finanzielle Situation sehr unterschiedlich: Wer in der Stadt, einem Vorort oder in stadtnahen Gemeinden lebt, schätzt die eigene Lage deutlich besser ein als Menschen, die auf dem Land leben. Dabei seien die Unterschiede zwischen Ost- und Westbundesländern nicht so ausgeprägt wie die Differenzierung nach Wohnlage, heißt es. „Auf dem Land rechnet auch nur jeder Fünfte mit einer Verbesserung seiner finanziellen Situation – in der Stadt ist es jeder Dritte“, sagte DSGV-Präsident Schleweis. „Wir befürchten, dass sich diese Ungleichheit in den nächsten Jahren verfestigt.“

Warum der Wohnort bei der Selbstwahrnehmung des Vermögens eine so deutliche Rolle spielt, kann die Studie nicht erklären. Verbandspräsident Schleweis verweist auf die Zusammensetzung der Bevölkerung: „Die Städter sind im Vergleich jünger und wohnen überwiegend zur Miete. In der Vorstadt und in Stadtnähe wohnen überdurchschnittlich viele Menschen mit höheren Einkommen.“ Allerdings ist auf dem Land in der Regel auch der Anteil der Menschen mit Immobilieneigentum höher als in der Stadt.

Von Igor Göldner

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