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Brandenburg Vogelsänger: Regionalität für Kunden entscheidend
Brandenburg Vogelsänger: Regionalität für Kunden entscheidend
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11:31 15.04.2018
 Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) probiert auf der Grünen Woche in Berlin eine Spreewaldgurke. Quelle: dpa
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Potsdam

Verbraucher verlangen nach Darstellung von Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) immer mehr Produkte aus der Region. „Das ist für die Kunden ein äußerst wichtiges Kaufkriterium“, sagte er am Montag in Berlin. Vogelsänger äußerte sich zur Präsentation in der Brandenburg-Halle auf der Grünen Woche (19. bis 28. Januar).

Für Unternehmen der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie heiße es, sich auf den Markt Berlin-Brandenburg einzustellen, betonte der Minister. Die Kunden wollten aber auch Fragen beantwortet haben: Wo kommen die Lebensmittel her? Und wie werden sie produziert? Ein anderes wichtiges Thema sei die Tiergesundheit. Inzwischen liege der Tierschutzplan mit 131 Maßnahmen vor, die bewertet würden.

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„Wir werden uns auch zu kritischen Themen äußern“, kündigte der Vizepräsident des Landesbauernverbandes, Heiko Terno, an. Daneben werde die Initiative zur Schaffung von Blühstreifen an Feldern vorgestellt. Solche Streifen sollen Insekten anlocken und ihnen Lebensraum verschaffen.

Lebensräume schaffen

An 75 Marktständen in der Brandenburg-Halle werden konventionell und ökologisch produzierende Betriebe vertreten sein. Kleine Firmen können tageweise an 27 Gemeinschaftsständen ihre Produkte vorstellen. Auch märkische Tourismusregionen sind dabei.

Über 230 Vertreter des Handels und rund 100 Gastronomen hätten sich bereits für einen Besuch in der Halle angemeldet und wollten sich über kulinarische Angebote und Lebensmittel informieren, sagte Hanka Mittelstädt, Vorsitzende des Verbandes zur Förderung des ländlichen Raums. Es gebe immer neue Ideen und Erzeugnisse. 49 Bewerber hätten ihre Produkte für den pro agro-Marketingpreis eingereicht, der traditionell an diesem Freitag verliehen werde.

Die Brandenburger Ernährungsbranche mit 57 300 Beschäftigten in etwa 3400 Betrieben werde auf der Grünen Woche vor allem Transparenz zeigen, sagte die Vorsitzende des Schwerpunktbereichs Ernährungswirtschaft, Dorothee Berger. Innovationen sollten sie voranbringen. Derzeit werden 4,6 Milliarden Umsatz gemacht - ein Wachstum um ein Viertel seit 2012.

Von MAZonline