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Brandenburg Waldeigentümer begrüßen Klöckners Vorstoß zur Aufforstung
Brandenburg Waldeigentümer begrüßen Klöckners Vorstoß zur Aufforstung
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14:53 09.07.2019
Junge Fichten wachsen in einem vom Sturm geschädigten Waldstück. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa
Potsdam

Der Vorstoß von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Aufforstung von geschädigten Wäldern stößt bei Waldeigentümern und Landnutzern auf ein positives Echo.

Der Präsident der Waldeigentümer, Hans-Georg von der Marwitz, und der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, begrüßten in einer gemeinsamen Erklärung das von Klöckner vorgeschlagene Programm, das den Verlust von 110.000 Hektar Wald in Folge von Stürmen, Dürre und Schädlingsbefall ausgleichen soll.

Komplette Ökosysteme bedroht

„Wir begrüßen es nachdrücklich, dass die Bundesregierung die Brisanz der Situation in unseren Wäldern erkannt hat und eine Unterstützung für die Wiederaufforstung leisten wolle“, sagte Marwitz, der für die Brandenburger CDU im Bundestag sitzt. Die Betriebe könnten dies infolge der immensen und großflächigen Schäden allein oft nicht mehr leisten. Zum Teil seien komplette Ökosysteme bedroht, sagte Marwitz.

Klöckner hatte vorgeschlagen, das Aufforstungsprogramm aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) der Bundesregierung zu finanzieren. Der Fonds hat ein Volumen von 4,5 Milliarden Euro. „Die Funktion des Waldes für den Klimaschutz und als CO2-Speicher sind unbestritten“, sagte Max von Elverfeldt. Das Pflanzen neuer Bäume sei im Interesse aller.

Kritik an dem Vorschlag der Bundesregierung weisen sie zurück mit dem Hinweis, dass private wie öffentliche Waldeigentümer schon seit langem erhebliche CO2-Lasten für die Gesellschaft tragen. Zudem arbeiten Sie an einem behutsamen, klimaresistenten Umbau ihrer Wälder und setzen diesbezüglich zur Verfügung gestellte Mittel sorgsam und in enger Abstimmung mit den zuständigen Forstbehörden ein. Deren Arbeit und Fachkenntnis gelte es zu vertrauen und diese die jeweils vor Ort richtige Lösung finden zu lassen.

Brandenburg will Aufforstung zum Waldumbau nutzen

Nach den verheerenden Waldbränden im vergangenen Jahr will Brandenburg die Wiederaufforstung für einen Waldumbau nutzen: Um den Anteil der anfälligen Nadelbäume zu verringern, werde ihr Anbau grundsätzlich nicht mehr aus öffentlichen Mitteln gefördert, hatte das Agrarministerium in Potsdam im Frühjahr mitgeteilt.

Rund 70 Prozent der Waldfläche Brandenburgs ist reiner Kiefernwald.

Von MAZOnline

Um sich in Zukunft besser vor Waldbränden zu schützen, sollen die Forstbehörden aufgestockt werden. Die Stellenbesetzung läuft. Die 36 zusätzlichen Stellen werden wohl erst zum Ende der diesjährigen Waldbrandsaison besetzt sein.

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