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Brandenburg Anne Sawatzki aus Potsdam: „Die psychischen Veränderungen bei allen Familienmitgliedern konnte ich hautnah erleben“
Brandenburg

Vor der Bundestagswahl 2021: Was bewegt Sie, Anne Sawatzki aus Potsdam?

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11:40 19.09.2021
Anne Sawatzki, Buchhalterin aus Potsdam.
Anne Sawatzki, Buchhalterin aus Potsdam. Quelle: MAZ/privat
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Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Anne Sawatzki (41) aus Potsdam.

Wo sind Sie gerade – und was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Ich sitze gerade auf meinem Balkon und genieße dort in der Sonne meinen Feierabend. Ich sehe die spätsommerliche Abendsonne hinter noch grünen Bäumen untergehen.

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Viel Bewegung über den Tag

Beschreiben Sie uns doch mal einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

Nach einem schnellen Frühstück bringe ich meine beiden Söhne zur Schule und fahre dann mit dem Fahrrad ins Büro in der schönen Potsdamer Innenstadt. Zum Nachmittag das Ganze rückwärts. Mit dem Fahrrad fahre ich durch die schöne Innenstadt nach Hause um meine beiden Kinder von der Schule abzuholen. Dann werden Hausaufgaben erledigt. Manchmal bleibt auch etwas Zeit für gemeinsames spielen, dann Abendbrot, ausspielen, Zähneputzen und noch eine Geschichte vorlesen. Wenn dann noch Energie übrig ist, mache ich ein wenig Sport.

Sie wohnen in Potsdam – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

Ich wohne in der Nähe vom Filmpark Babelsberg. Mir gefällt die Nähe zur Parforceheide besonders gut, da ich im Wald die beste Erholung finde. Auch die Nähe zum Sterncenter ist mit zwei Kindern ein Vorteil und auch die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel weiß ich sehr zu schätzen. Durch den nahe gelegenen Bahnhof Medienstadt ist man schnell mit dem RE7 in Berlin.

Ärger über das Corona-Schulsystem

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Das derzeitige Schulsystem mit Präsenz- und Distanzlernen.

Ich verstehe nicht, warum bei Schulkindern sofort die ganze Klasse ins Distanzlernen geschickt wird, sobald ein Kind einen positiven Coronabefund hat. Infiziert sich ein Arbeitnehmer, reicht es auch aus, dass dieser eine Quarantäne von 14 Tagen zu Hause vollführt und nicht alle seine Kollegen mit ihm. Ich habe als Mutter während des ersten und zweiten Lockdowns das Homeschooling neben meinem Job erledigt. Die psychischen Veränderungen bei allen Familienmitgliedern konnte ich hautnah erleben. Zugegebenermaßen wussten wir dadurch die Schule und die Kindertageseinrichtung noch mehr zu schätzen als vorher. Ich finde, dass die Kinder in einem sozialen Miteinander von Mitschülern viel besser lernen als bei Eltern, die sich zu Hause eigentlich nur noch fünfteilen müssen.

Bereit für Klimaschutz-Engagement

Was müsste passieren, damit es besser wird?

Es sollte sich wieder mehr auf die Kinder fokussiert werden und mehr Geld in Luftfilteranlagen für Schulen ausgegeben werden. Sie sind schließlich unsere Zukunft. Wir können sie nicht dauerhaft hintenanstellen und sie wegsperren.

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Endlich wieder mit mehreren Freunden Tanzen und Essen gehen und Übernachtungen in einem Hotel.

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Für Bildung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit wäre ich gerne bereit mich zu engagieren.

 Wenn Sie Bundeskanzler wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Die sofortige Ausrichtung auf Klimaneutralität, Nachhaltigkeit, Bildung und soziale Gerechtigkeit.

Und was bewegt Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wenn Sie mitmachen wollen, schicken Sie uns eine Mail an wasbewegtsie@maz-online.de

Von MAZonline