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Brandenburg Bettina Sawall aus Gollenberg:„Ich würde Andi Scheuer feuern“
Brandenburg

Vor der Bundestagswahl 2021: Was bewegt Sie, Bettina Sawall aus Gollenberg?

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10:27 07.08.2021
Bettina Sawall, Kaufmännische Angestellte aus Gollenberg.
Bettina Sawall, Kaufmännische Angestellte aus Gollenberg. Quelle: Scheerbarth/privat
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Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Bettina Sawall (48), kaufmännische Angestellte aus Gollenberg (Havelland).

Wo sind Sie gerade – und was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Ich bin zu Hause auf der Terrasse und habe eine schöne Aussicht auf Bäume und eine Wiese.

Nach der Arbeit geht’s mit dem Hund raus

Beschreiben Sie uns einen typischen Tag in Ihrem Leben.

In der Woche stehe ich gegen 6.30 Uhr auf, frühstücke, fahre dann nach Rathenow zur Arbeit. Gegen 16 Uhr habe ich Feierabend und es geht zurück nach Hause. Dort angekommen, gehe ich gleich mit meinem Hund eine Runde spazieren. Danach treffe ich mich mit Freunden, gehe zum Sport oder gucke einfach nur fern.

Sie wohnen in Gollenberg – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

An Gollenberg gefällt mir, dass man hier viel Ruhe, Platz und sehr viel Natur hat. Und wenn man das Grundstück verlässt, ist man schon nach wenigen Metern im Wald. Was mir momentan nicht gefällt, sind die Pläne, mehr Einwohner anzusiedeln. Die Gemeinde hat sich dafür Flächen im Ort ausgeguckt, auf denen Einfamilienhäuser errichtet werden sollen. Und ich befürchte, das könnte dem Erscheinungsbild des Dorfes nicht guttun.

Wunsch nach mehr Umweltbewusstsein

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Wenn ich sehe, dass Leute kein bisschen Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz haben. Also ihren Müll einfach in der Landschaft abladen oder minutenlang bei laufendem Motor in ihren Autos sitzen oder so etwas Einfaches wie Mülltrennung nicht geregelt bekommen, dann regt mich das sehr auf. Weil es ist schlicht nur Faulheit und Bequemlichkeit. Irgendwie kann ja jeder mit kleinen Maßnahmen zum Umwelt- und Naturschutz beitragen.

Was müsste passieren, damit es besser wird?

Wahrscheinlich geht es zum Teil nur mit strengeren Gesetzen und Verboten. Hilfreich wäre auch, das Thema in der Schule zu behandeln.

Engagiert für den Klimaschutz

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Italien Fußball-Europameister geworden ist.

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Einer Partei würde ich nicht beitreten, könnte mir aber vorstellen bei bestimmten Gruppierungen, die sich für den Klimaschutz engagieren, mitzumachen.

Wenn Sie Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Als Bundeskanzlerin habe ich ja die Befugnis, Minister zu entlassen und da wäre meine erste Amtshandlung den Verkehrsminister zu entlassen. Ich denke, Herr Scheuer hat genug Schaden angerichtet.

Was bewegt Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wenn Sie mitmachen wollen, schicken Sie uns eine Mail an wasbewegtsie@maz-online.de.

Von MAZonline