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Brandenburg Daniel Perlick aus Rathenow: „Die Masse fordert nur noch“
Brandenburg

Vor der Bundestagswahl 2021: Was bewegt Sie, Daniel Perlick aus Rathenow?

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10:29 04.08.2021
Daniel Perlick, Basketball-Trainer aus Rathenow.
Daniel Perlick, Basketball-Trainer aus Rathenow. Quelle: Adobe Stock, Christoph Laak
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Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Daniel Perlick (44) aus Rathenow (Havelland).

Wo sind Sie gerade – und was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Ich bin gerade auf einer Kajaktour und fahre mit meinem Sohn die Havel bis in die Elbe herunter. Wenn ich aus dem Zelt schaue, sehe ich nichts weiter als die ruhig fließende Havel und nichts als Natur.

Basketballtraining für Kita-Kinder und Grundschüler

Beschreiben Sie uns einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

In der Regel startet mein Tag morgens um 6 Uhr mit dem obligatorischen Kaffee. Gegen 8:30 Uhr geht der Arbeitstag los und ich fahre in eine Kita. Unser Verein, der Red Eagles Rathenow e.V., bietet seid einiger Zeit kostenlose Ballsportgruppen in Kindergärten an, die ich betreue. Nachmittags betreue ich Basketball-AGs in den Grundschulen, danach stehen Vereinstrainings an. Manchmal treffe ich abends noch die Kollegen meiner Band „Mehrweg“ und wir proben noch ein bisschen.

Sie wohnen in Rathenow – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

Das Highlight der Stadt ist die Lage an der Havel mit viel Natur und Wasser. Wie überall gibt es auch in Rathenow Ecken und Sachen, die nicht so schön sind und als großes Problem erlebe ich gerade in der letzten Zeit das Thema Drogen bei Kindern und Jugendlichen.

Die eigene Verantwortung wird vergessen

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Dass viele Menschen nicht mehr in der Lage zu sein scheinen, sich selbst und die Auswirkungen ihres Handelns auf andere zu reflektieren. Ich habe das Gefühl, die Masse fordert nur noch und sieht sich selbst als Dienstleistungsnehmer in allen Bereichen der Gesellschaft und vergisst dabei die eigene Verantwortung für das eigene Leben.

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Was müsste passieren, damit es besser wird?

Ändern werde ich das nicht können, aber ich versuche es den Kids, mit denen ich arbeiten darf, anders vorzuleben und hoffe, dass es bei dem einen oder anderen etwas bewegt.

Mittendrin im politischen Engagement

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Worüber ich mich wirklich gefreut habe, ist die Tatsache, dass wir es trotz der schwierigen Umstände geschafft haben, mit fast allen unserer Kita-Kids das Spielabzeichen in Bronze vom Deutschen Basketballbund abzulegen.

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Natürlich bin ich bereit, mich politisch zu engagieren und denke, dass ich mitten drin bin.

Wenn Sie Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde viele Probleme für viele Menschen lösen und das wäre meiner Meinung nach ein Schritt in Richtung soziale Gerechtigkeit.

Und was bewegt Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wenn Sie mitmachen wollen, schicken Sie uns eine Mail an wasbewegtsie@maz-online.de

Von MAZonline