Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Gesa Eckhardt: „Es geht zu selten um Inhalte, oft nur um Macht“
Brandenburg

Vor der Bundestagswahl 2021: Was bewegt Sie, Gesa Eckhardt aus Rathenow?

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:36 05.08.2021
Gesa Eckhardt, Rentnerin aus Rathenow.
Gesa Eckhardt, Rentnerin aus Rathenow. Quelle: Foto: privat
Anzeige
Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Gesa Eckhardt (54), Rentnerin aus Rathenow (Havelland).

Wo sind Sie gerade ?

Es ist Sommer. Ich bin zu Hause. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe meinen Garten, die Vögel zwitschern und mein Nachbar ist fleißig.

Beschreiben Sie uns doch mal einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

Haushalt, Garten und anderes müssen erledigt werden. Ich verbringe viel Zeit mit meiner 91-jährigen Mutti. Ich lese Renate Bergmanns tägliche Tipps bei Facebook und habe immer Lust, unter Leuten zu sein.

Müll in Rathenow nervt

Sie wohnen in Rathenow – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

Eine schöne Stadt, hier gefällt es mir gut. Was mir dagegen nicht gefällt, sind die illegalen Müllecken. Ich beteilige mich oft an Müllaktionen, nur leider wachsen die Haufen schnell wieder nach. Mir gefällt auch nicht, dass unser Bürgermeister, trotz Krankheit erst im nächsten Jahr sein Amt frei gibt.

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Die widersprüchlichen Coronaregeln.

Was müsste passieren, damit es besser wird?

Wie in jedem wirtschaftlichem Unternehmen sind Kompetenzen wichtig. Vielleicht sitzen nicht überall die richtigen klugen Leute? Außerdem geht mir das Parteiengerangel so richtig auf den Nerv. Es geht viel zu oft nicht um Inhalte, sondern nur um Macht. Wenn ich sehe, was die Gesundheitsministerin in den letzten Monaten „geleistet“ hat. Ich sehe nichts! Inkompetenz und totales Versagen.

Engagiert beim Müllsammeln und in der Flüchtlingsarbeit

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Vier Tage Urlaub in der mecklenburgische Seenplatte und viele Stunden im Paddelboot.

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Ich engagiere mich und bin im Ehrenamt mit viel Freude unterwegs. Mir ist es egal, ob mit einem Pfarrer in der Flüchtlingshilfe, mit den Linken bei Friedensaktionen, mit den Grünen beim Müll sammeln oder mit der Sportjugend im Ferienlager. Für mich ist nur das Ziel wichtig: Friedliches soziales Miteinander – und das wollen der Pfarrer genauso wie die Linken oder Grünen. Mein Motto: Jeden Tag eine gute Tat. Klappt nicht immer, aber an manchen Tagen sind es ja auch mehrere gute Taten.

Einweg-Verbot im Bundestag

Wenn Sie Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Die mit Einwegbechern ausgestatteten Wasserspender im Bundestag abschaffen. Wobei dies inzwischen ja hoffentlich schon geändert wurde.

Und was bewegt Sie,liebe Leserinnen und Leser? Wenn Sie mitmachen wollen, schicken Sie uns eine Mail an wasbewegtsie@maz-online.de

Von MAZonline