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Brandenburg Helge Berg aus Potsdam: „Mit der Datenschutz-Grundverordnung haben wir uns ein bürokratisches Ei gelegt“
Brandenburg

Vor der Bundestagswahl 2021: Was bewegt Sie, Helge Berg aus Potsdam?

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12:23 22.09.2021
Helge Berg, Selbstständiger aus Potsdam.
Helge Berg, Selbstständiger aus Potsdam. Quelle: MAZ/Rainer Schüler
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Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Helge Berg (41) Potsdam.

Wo sind Sie gerade – und was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Ich sehe über die Zeppelinstraße hinweg das Johanniter Quartier, Kaufland und die Havelwelle.

Mit dem eigenen Wohnort unzufrieden

Beschreiben Sie uns doch mal einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

Nach dem Aufstehen wird Kind und Kegel fertig für den Tag gemacht und zur Schule gebracht. Im Laden angekommen begegnen mir Menschen mit unterschiedlichsten Herausforderungen und Fragen rund um Google, das Internet oder ihren Computer.

Sie wohnen in Potsdam – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

Ich wohne im Kirchsteigfeld, was mir gar nicht mehr gefällt. Es liegt viel Müll herum, da die Leute ihren Sperrmüll einfach auf die Straße stellen.

Lob an offensive, engagierte und neumodische Lehrer

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Ich kann die Ausreden wegen Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit nicht mehr hören. Immer geht es aus Datenschutzgründen nicht oder Corona ist schuld, ich kann es nicht mehr hören! Ich finde mit der Datenschutz-Grundverordnung haben wir uns ein riesiges bürokratisches Ei gelegt, was zu keiner Verbesserung meiner eigenen Datensituation oder der meiner Kunden geführt hat. Google und Konsorten verfassen A4 Seiten voller Datenschutzbestimmungen und ich soll sie mit meinem Smartphone durchlesen und bestätigen, es hat sich gefühlt einfach nichts geändert! Was mich außerdem aufregt, ist die Dreistigkeit von Betrügern im Internet, denen niemand Einhalt gebietet. Auch die Schulsituation zu Corona-Zeit war an der Schule meines Sohnes katastrophal. Ich möchte nicht alle Lehrkräfte kritisieren, aber ich finde, dass Lehrkräfte, die sehr offensiv, neumodisch und engagiert diese neue Situation gemeistert haben, hervorgehoben werden sollen.

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Was müsste passieren, damit es besser wird?

Kurzfristiges Sperren von betrügerischen Accounts, Erstellung von Accounts nur mit persönlichen Daten, verbesserte Fortbildungen der Lehrkräfte.

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Ein Roadtrip mit meinem Sohn, Camping an der Müritz.

„Ein -innen macht noch keinen Frauenrechtler“

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Ich möchte demokratische Ziele verwirklichen. Online Abstimmungen auch neben den Legislaturperioden – damit auch die Politik weiß, dass sie noch auf Kurs ist. Weniger Gendern- mehr Akzeptanz. Ein -innen macht den, der das ausspricht noch längst nicht zu einem Befürworter von Frauenrechten. Offensive Schulpolitik, Medizin und Pflege nicht mehr privatisieren

Wenn Sie Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Verstaatlichen von Wohngebieten und Mieten, sowie verstaatlichen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Neubesetzung der Ministers für Gesundheit und Verkehr!

Und was bewegt Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wenn Sie mitmachen wollen, schicken Sie uns eine Mail an wasbewegtsie@maz-online.de.

Von MAZonline