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Brandenburg Magnus Müller aus Neuruppin: „Das Leben müsste 50 Jahre länger dauern“
Brandenburg

Vor der Bundestagswahl 2021: Was bewegt Sie, Magnus Müller aus Neuruppin?

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11:07 06.08.2021
Magnus Müller, Abiturient aus Neuruppin.
Magnus Müller, Abiturient aus Neuruppin. Quelle: Scheerbarth/Henry Mundt
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Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Magnus Müller (17) aus Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin).

Wo sind Sie gerade – und was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Ich bin gerade in Neuruppin und schaue aus dem Fenster meiner Wohnung. Ich sehe die Häuser und Bäume der Stadt, in der ich seit einigen Jahre lebe. Ich sehe die Gründe, weswegen ich die Welt sehen will, aber auch eine erfüllte Jugend hatte.

Nach dem Frühstück Sport oder Netflix

Beschreiben Sie uns doch mal einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

Da ich im Mai mein Abitur abgeschlossen habe, muss ich momentan vergleichsweise wenig Pflichten nachgehen. Sofern ich am Vorabend nicht auf einer Party war, stehe ich um 9 Uhr auf und starte in den Tag. Nach dem Frühstück schaue ich vielleicht Netflix oder erledige ein paar Aufgaben. Dann gehe ich entweder ins Fitnessstudio, gehe Fußball spielen, fahre bei gutem Wetter an den See mit meinen Freunden oder meiner Freundin und spiele Volleyball. Es kann auch sein, dass ich arbeiten gehe, da es aber nur ein Minijob ist, muss ich da nicht so oft hin.

Sie wohnen in Neuruppin – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

An Neuruppin gefällt mir die Kombination aus Sportangeboten, die Möglichkeit an den See zu fahren und viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Egal ob Basketball oder Volleyball, Schwimmen gehen, Bowling spielen, Fahrradtouren machen, Kultur erleben oder abends in eine Bar gehen, jeder Mensch jeden Alters findet einiges, womit man sich beschäftigen kann. Auch die Anbindung an größere Städte ist definitiv ein großer Vorteil. Obwohl es manchmal scheint, als wäre in Neuruppin nichts los, habe ich schon sehr viel hier erleben dürfen.

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Warum kann nicht alles perfekt sein?

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Am meisten regt mich die Erkenntnis auf, dass nichts perfekt läuft. Durch das älter und damit auch reifer werden, wird mir immer mehr bewusst, wie viele Kompromisse man eingehen muss, um etwas zu erreichen. Wie viel man zurückstellen und aufgeben muss, um etwas anderes haben zu können und glücklich zu sein. Mich regt auf, dass sowohl auf persönlicher, gemeinschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene niemals alles perfekt sein kann und dass wir so wenig Zeit haben, um es so schön wie möglich zu haben.

Was müsste passieren, damit es besser wird?

Das menschliche Leben mit funktionierendem Geist und Körper müsste sich um 50 Jahre verlängern und mein Geldbeutel um das 50- Fache steigen.

Bereit für Engagement gegen Rechts und für höhere Strafen für Vergewaltiger

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Der Gedanke daran, dass ich momentan alle Menschen, die mir etwas bedeuten, um mich habe.

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Definitiv. Wenn sich die Mehrheit der Deutschen sich politisch nach rechts bewegt. Oder um beispielsweise Themen wie bessere Angebote von Gemeinschaftsverkehrsangeboten wie Bus und Bahn voranzutreiben oder höhere Strafen für Sexualstraftäter einzuführen.

Bereit, die Bundeswehr abzuschaffen

Wenn Sie Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Sollte die politische Mehrheit dafür gegeben sein, würde ich, ideologisch gedacht, die Bundeswehr abschaffen und das gesamte Geld in das Gesundheitswesen und die Modernisierung des Sozialwesens stecken. Realistisch betrachtet würde ich, um mehr Bürgernähe zu schaffen, verschiedene Posten von Ministern und Beauftragten mit Menschen besetzen, die eine ernst zunehmende Expertise haben und nicht der Machterhaltung von den Parteien dienen.

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Von MAZonline