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Brandenburg Sabine Sütterlin: „Wir müssen generell kürzer treten in Sachen Konsum“
Brandenburg

Vor der Bundestagswahl 2021: Was bewegt Sie, Sabine Sütterlin aus Potsdam?

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18:22 15.09.2021
Sabine Süttlerin, Wissenschaftsjournalistin aus Potsdam.
Sabine Süttlerin, Wissenschaftsjournalistin aus Potsdam. Quelle: MAZ/privat
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Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Sabine Sütterlin (65) aus Potsdam.

Beschreiben Sie uns doch mal einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

Nach dem morgendlichen Schwimmen im nahe gelegenen See und Frühstück setze ich mich normalerweise an meinen Rechner, schreibe und bearbeite Texte. Zurzeit trete ich etwas kürzer mit Arbeiten, habe gerade ehrenamtlich ein größeres Fest für unseren Ortsteil mit organisiert und jäte zur Erholung Unkraut im Gemüsegarten.

Stadtviertel werden aus dem Boden gestampft

Sie wohnen in Potsdam – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

Das viele Grün und die Seen sind schön. Weniger toll finde ich die Planungen der Stadt für den Verkehr und das Aus-dem-Boden-Stampfen ganzer Stadtviertel ohne Rücksicht auf die eigenen Klimaziele.

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Die missbräuchliche Verwendung des Begriffs „Freiheit“, insbesondere von Impfgegnern, denn sie schränkt die Freiheit aller anderen ein.

Was müsste passieren, damit es besser wird?

Mehr Ehrlichkeit in der Kommunikation und eine gute Aufklärungskampagne auf denselben Kanälen, die Falschinformationen verbreiten.

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Dass bei dem Freiluft-Sport- und Spielfest, das wir für unseren Ortsteil organisiert haben, extra die Sonne herauskam. So kamen mehr Leute als erwartet und hatten einen Riesenspaß.

Engagement auf lokaler Ebene

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Ich engagiere mich bereits auf lokaler Ebene im Ortsbeirat, weil ich hier direkt etwas bewegen kann.

Wenn Sie Bundeskanzlerin wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Klartext reden. Möglichst vielen Menschen versuchen verständlich zu machen, dass sich vieles ändern muss und parteiübergreifendes Handeln erforderlich ist. Um die Erderwärmung abzubremsen, genügt es nicht, mehr E-Fahrzeuge in Verkehr zu bringen und aus der Kohle auszusteigen. Wir müssen generell kürzer treten in Sachen Konsum. Und auch in anderen Bereichen stehen Umbrüche bevor: Zukunft der Renten, Staatsverschuldung, Bildungswesen, Landwirtschaft.

Und was bewegt Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wenn Sie mitmachen wollen, schicken Sie uns eine Mail an wasbewegtsie@maz-online.de.

Von MAZonline