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Brandenburg Maik Koch: „Wir brauchen flachere Strukturen in der Politik“
Brandenburg

Vor der Bundestagswahl Was bewegt Sie Maik Koch aus Zaatzke?

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10:51 27.08.2021
Maik Koch, Koordinator Netzbau und Geschäftsführer aus Zaatske.
Maik Koch, Koordinator Netzbau und Geschäftsführer aus Zaatske. Quelle: MAZ/privat
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Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Maik Koch (36) aus Zaatzke (Ostprignitz-Ruppin).

Wo sind Sie gerade – und was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Aktuell befinde ich mich im Homeoffice und wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich die schöne Zaatzker Insel, welche sich im Zentrum des Dorfes befindet.

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Beschreiben Sie uns einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

Mein Tag startet um 5:30 Uhr – wie bei vielen anderen auch – mit dem ungeliebten Klingeln des Weckers. Dann beginnt der Arbeitstag mit einer Tasse Tee und der Strukturierung des Tages sowie der Beantwortung von eingegangenen Mails. Anschließend findet ein teamübergreifendes Meeting statt, um Informationen auszutauschen. Nach einem kleinen Müsli geht es dann zum Tagesgeschäft über – Koordinierung komplexer Netzbaumaßnahmen, Auftragssteuerungen, Onlinemeetings, Telefonkonferenzen, Budgetcontrolling, Teamdialoge sowie die Umstrukturierungsarbeiten innerhalb der deutschen Netzgesellschaften. Der Feierabend gehört natürlich der Familie. In dieser Zeit halten wir uns viel draußen im Garten auf.

Entspannte Spaziergänge am See und im Wald

Sie wohnen in Zaatzke – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

Die nördliche Region Brandenburgs ist gezeichnet von einer ländlichen Umgebung und genau das ist es auch was unsere Region ausmacht. Ich mag Spaziergänge am See und im Wald, es ist die super Möglichkeit um wieder runterzukommen.

Corona-Politik: Die ständigen Kurswechsel nerven

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Was mich zurzeit am meisten umtreibt, ist natürlich die Corona-Pandemie. Aus meiner Sicht hat die Politik auf Bundesebene versagt und wieder einmal an Glaubwürdigkeit verloren. Wir hangeln uns schlichtweg nur von Lockdown zu Lockdown, die Wirtschaft wird gegen den Baum gefahren, es scheitern Existenten und es sterben Menschen! Der ständige Kurswechsel, die fehlende Transparenz widersprechen den gesunden Menschenverstand der Bürgerinnen und Bürger und dies spiegelt sich aus meiner Sicht nun unter anderem auch in der zurückhaltenden Impfbereitschaft wieder.

Was müsste passieren, damit es besser wird?

Das ist natürlich ein komplexes Thema aber ich denke, dass wir mittelfristig flachere Strukturen in der Politik und in der Verwaltung benötigen. Sowie eine gewisse Entscheidungsfreudigkeit der handelnden Personen. Und selbstverständlich müssen auch mal wieder Fehler erlaubt sein, ohne dass der obligatorische Fingerzeig erfolgt.

Wir sollten weniger reden und mehr zuhören

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Der gestrige Familienausflug zum See.

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Ja, wobei das Thema als solches für mich nicht an erster Stelle steht. Ich finde es wichtiger, dass sich unsere Kultur verändert. Die Gemeinschaft und nicht der Einzelne sollte wieder mehr in den Mittelpunkt, wir sollten wieder weniger reden und mehr zuhören.

Wenn Sie Bundeskanzler wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Missbrauch an den Schwächsten in unserer Gesellschaft – unseren Kindern – ein längst überflüssiges Ende bereiten.

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Von MAZonline