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Brandenburg Waldbrand in der Lieberoser Heide: Lage entspannt sich etwas
Brandenburg Waldbrand in der Lieberoser Heide: Lage entspannt sich etwas
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17:20 01.07.2019
Die Löschhubschrauber aus der Lieberoser Heide sind abgezogen – und helfen nun stattdessen in Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: Bundespolizei
Lieberose

Trotz größerer und kleinerer Feuer in Brandenburg am Wochenende scheint sich die Lage in den Waldbrandgebieten etwas zu entspannen. Nach dem Großbrand in der Lieberoser Heide konnte die sogenannte Großschadenslage am Montag aufgehoben werden, wie der Sprecher des Landkreises, Bernhard Schulz, der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Man kann nach den vergangenen Tagen schon von Entspannung sprechen“. Damit hat der Landkreis die Verantwortung für die Brandbekämpfung wieder an das Amt Lieberose/Oberspreewald zurückgegeben.

Nach Angaben von Kreisbrandmeister Christian Liebe sind die Brände auf einer Fläche von 100 Hektar noch nicht vollständig gelöscht, es gehe von ihnen aber keine Gefahr der Ausbreitung mehr aus. Feuerwehrleute vor Ort kontrollierten regelmäßig Glutnester. Vor allem die Moore sind nach Angaben des Landkreises noch Brandherde. Durch die organische Dichte der Böden gingen die Brände dort nicht aus.

Keine Löschhubschrauber mehr im Einsatz

Löschhubschrauber der Bundespolizei kamen am Wochenende in der Lieberoser Heide nicht zum Einsatz. Sie hatten in der vergangenen Woche die Feuerwehrleute aus der Luft unterstützt. Insgesamt warfen die Hubschrauber nach Angaben der Bundespolizei 1069 Mal Wasser aus der Luft ab – das waren mehr als eine Million Liter Wasser.

In der Lieberoser Heide werden die Löscharbeiten vermutlich noch Tage dauern.

Erschwert wurde die Bekämpfung des Großbrandes auch durch die unmittelbare Nähe zur munitionsbelasteten „Roten Zone“ des früheren Truppenübungsplatzes.

Weitere Brände in der Mark

Bei anhaltender Hitze mussten die Feuerwehrleute am vergangenen Wochenende zu Dutzenden Bränden ausrücken. Unter anderem brannte in Märkisch Bucholz (Dahme-Spreewald) ein etwa ein Hektar großes Waldstück. Etwa 80 Einsatzkräfte waren mit 21 Löschfahrzeugen vor Ort. Das Feuer konnte Sonntagnacht gelöscht werden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Brand könnte nach Polizeiangaben durch die Entzündung von Altmunition entstanden sein, es wurden Ermittlungen eingeleitet.

Auch in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Glindow (Potsdam-Mittelmark) war am Sonntag in einem Waldstück ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Regionalleitstelle der Feuerwehr brannte es an der L90 auf einer Fläche so groß wie ein Fußballfeld. Etwa 50 bis 60 Einsatzkräfte waren mit 25 Fahrzeugen vor Ort. Das Feuer ist inzwischen gelöscht.

Kleine Waldgebiete und Wiesenabschnitte brannten auch bei Trampe (Barnim) und Dannenwalde (Oberhavel). Zudem brach ein kleiner Brand in der Höhe des Berliner Mauerwegs aus. Kleinere Feldbrände gab es in Schöneiche (Oder-Spree) und Müncheberg sowie östlich von Reichenow (beides Märkisch Oderland). Alle Feuer konnten nach Angaben der Feuerwehr gelöscht werden.

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Von RND/dpa