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Brandenburg Waldbrand in der Lieberoser Heide: Löscharbeiten werden noch Tage dauern
Brandenburg Waldbrand in der Lieberoser Heide: Löscharbeiten werden noch Tage dauern
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09:48 26.06.2019
Ein Feuerwehrfahrzeug fährt über einen Sandweg zum Waldbrand in der Lieberoser Heide. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Lieberose

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide hat sich nicht weiter ausgedehnt und ist derzeit unter Kontrolle. Am frühen Mittwochmorgen brannten, wie bereits am Vorabend, rund 100 Hektar Fläche, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Das Feuer sei unter Kontrolle. Mittlerweile seien rund 150 Feuerwehrkräfte im Einsatz, etwas mehr als noch am Dienstag. Je nachdem wie sich der Brand am Mittwoch entwickelt, könnten noch mehr Kräfte angefordert werden, hieß es weiter.

Zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei sollen die Feuerwehren auch am Mittwoch unterstützen. „Die Wärme ist das eine Probleme, Wind ist der andere Risikofaktor“, sagte der Sprecher. Daher sei es auch schwer, eine Prognose für den Einsatz am Mittwoch abzugeben.

Angst vor Wind

„Wir richten uns darauf ein, dass der Einsatz in der Lieberoser Heide mindestens noch mehrere Tage, wenn nicht länger als eine Woche andauern wird“, sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange am Dienstag. Die Einsatzkräfte auch aus anderen Landkreisen seien bis zum kommenden Mittwoch durchgeplant.

Lange befürchtet, dass sich der Waldbrand angesichts der Witterungslage noch weiter ausbreitet, wenn wieder Wind aufkommt. „Ortschaften sind derzeit jedoch nicht gefährdet“, sagte sie weiter.

Zu mehr als 470 Waldbränden mussten Brandenburgs Feuerwehrleute 2018 ausrücken. Die größten Einsätze im Überblick.

Brand darf „rote Zone“ nicht erreichen

Vor allem der immer wieder drehende Wind hatte den Helfern zeitweise zu schaffen gemacht. Das sei in der jüngsten Lagebesprechung erst einmal kein Thema mehr gewesen, erläuterte der Sprecher des Landkreises, Bernhard Schulz am Dienstag. Wichtig sei vor allem, dass sich der Brand nicht weiter Richtung „rote Zone“ ausbreite. Da liege alte Munition, weil sich dort ein ehemaliger Truppenübungsplatz befinde. Das Feuer könne in diesem Bereich fast nur aus der Luft bekämpft werden.

Das Gebiet sei zum größten Teil richtiger Waldbestand und bestehe überwiegend aus Kiefern, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Raimund Engel. In der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus hatte es bereits im Juli 2018 auf einer Fläche von 400 Hektar gebrannt, Anfang Juni 2019 dann erneut auf 1000 Quadratmetern.

Auch im Grunewald brennt es noch

Auch die Löscharbeiten des Waldbrandes im Berliner Grunewald dauern am Mittwoch weiter an. Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, waren Einsatzkräfte die ganze Nacht am Ort, um Brandwache zu halten. Das Feuer, das am Dienstag nahe dem Teufelsberg ausbrach, sei aber unter Kontrolle. Wegen des Einsatzes sind an der Avus weiterhin die Aus- und Einfahrt Hüttenweg stadtauswärts (Richtung Potsdam und Zehlendorf) gesperrt.

Das betroffene Gebiet umfasste etwa 16 Hektar. Davon seien insgesamt rund sechs Hektar Waldboden durch den Brand vernichtet worden, hieß es vom Sprecher weiter. Wie lange die Löscharbeiten noch dauern werden, war am Mittwochmorgen noch nicht absehbar. Menschen seien aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. Die Ursache für den Brand war zunächst unklar.

Von RND/dpa

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