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Brandenburg Waldbrände in Brandenburg: Wetter bringt keine Entspannung
Brandenburg Waldbrände in Brandenburg: Wetter bringt keine Entspannung
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15:42 05.06.2019
Rauch steigt während eines Waldbrandes in der Nähe von Jüterbog auf. In Brandenburg waren seit Beginn der Woche mehrere Waldbrände ausgebrochen. Das größte davon, in einem Wald auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog, breitete sich am Dienstag auf eine Fläche von rund 600 Hektar aus. Quelle: Julian Stähle/dpa
Berlin

Die Feuerwehr kann in ihrem Kampf gegen Waldbrände in Brandenburg zunächst nicht mit Unterstützung des Wetters rechnen. Mindestens bis Donnerstagnachmittag bleibe es in Berlin und Brandenburg weitestgehend heiß und trocken, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwochmorgen. Am Donnerstag könne es dann lokal Entspannung durch einzelne Gewitter geben.

Flächendeckender Regen sei für die Region aber nicht zu erwarten - das gelte auch für das Wochenende. Zwar könne es Freitagnacht und am Samstag ein kurzes Durchatmen von der Hitze geben, eine generelle Veränderung der Wetterlage sei aber nicht in Sicht. Am Mittwoch galt in den meisten Teilen Brandenburgs die höchste Warnstufe für Waldbrände.

In Brandenburg waren seit Beginn der Woche mehrere Waldbrände ausgebrochen. Das größte davon, in einem Wald auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog, breitete sich am Dienstag auf eine Fläche von rund 600 Hektar aus. Ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg wollte in der Nacht keine aktuellen Informationen zum Stand der Brandbekämpfung erteilen.

Nach Angaben der Leitstelle Brandenburg/H. ist der Rauch, angetrieben vom Wind, bis nach Brielow, Radewege und Brandenburg/H. zu sehen und zu riechen. Der Brand bei Kloster Lehnin sei demnach mittlerweile eingedämmt.

2019 bereits 130 registrierte Waldbrände in Brandenburg

Seit Jahresbeginn wurden in Brandenburg nach Angaben des Agrarministeriums bereits mehr als 130 Waldbrände registriert. Besonders geschwächte Bäume würden schnell zum Opfer von Flammen, sagte der Waldökologe Jens Schröder von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Er forderte einen verstärkten Umbau der Wälder weg von Monokulturen.

71 Prozent der Bäume, die auf den 1,1 Millionen Hektar Waldflächen stehen, sind Kiefern. Die Bäume seien zwar genügsam und könnten Hitze und Trockenheit mehrere Jahre aushalten, so der Experte. Doch wenn lange Zeit Wasser fehle, seien die Bäume auch besonders anfällig für Schädlinge.

Pro Jahr werden etwa rund 1500 Hektar zu Mischwäldern umgebaut. 550 000 Hektar sind noch durch Kampfmittel im Boden belastet. 2018 war nach Ministeriumsangaben mit 512 Waldbränden auf 1674 Hektar ein außergewöhnliches Jahr.

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