Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Warnstreiks im Einzelhandel in Brandenburg und Berlin
Brandenburg

Warnstreiks im Einzelhandel in Brandenburg und Berlin am 14. Oktober

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:11 14.10.2021
Kassen im Media Markt im Alexa Shopping Center am Berliner Alexanderplatz .
Kassen im Media Markt im Alexa Shopping Center am Berliner Alexanderplatz . Quelle: Thomas Koehler/photothek.net
Anzeige
Potsdam

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten des Einzelhandels in der Hauptstadtregion zu einem ganztägigen Streik Donnerstag (14. Oktober) auf. Bestreikt werden nach Verdi-Angaben einzelne Filialen von Ikea, Rewe, Kaufland, Galeria Karstadt Kaufhof, Edeka, Thalia, H & M und Primark. Auch die zentralen Lager von Rewe in Berlin-Mariendorf und das Kaufland-Lager in Lübbenau (Dahme-Spreewald) sind in den Arbeitskampf mit einbezogen. Die zentraler Streikkundgebung findet am Vormittag auf dem Berliner Breitscheidplatz statt.

Am 19. Oktober wird wieder verhandelt

Anlass für den Streik sind die immer noch ergebnislosen Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem Handelsverband für die rund 141.000 Berliner und 78.000 Brandenburger Beschäftigten im Einzelhandel. „Die Erwartungshaltung der Streikenden ist eindeutig, sie wollen bei der nächsten Verhandlung am 19. Oktober einen guten Abschluss erzielen“, sagte Conny Weißbach, die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft.

Bei der jüngsten Verhandlungsrunde Mitte September hätten die Arbeitgeber „trotz der hohen Inflationsrate kein verbessertes Angebot vorgelegt“. Ihr Angebot von Ende Juli sieht in diesem Jahr eine Lohnerhöhung von 2 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 150 Euro vor. Im Juli 2022 und 2023 würden die Löhne dann nochmals um insgesamt 3,4 Prozent steigen. Unternehmen, die im Zuge der Corona-Pandemie von Schließung betroffen waren, könnten die Erhöhungen demnach jeweils in nächste Jahr verschieben.

Ost-West-Gefälle

Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat. Außerdem setzt sich die Gewerkschaft für ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde ein sowie eine Angleichung der Arbeitszeiten. Noch immer arbeiteten Beschäftigte in „Berlin Ost“ und in Brandenburg 38 Stunden pro Woche und damit eine Stunde länger als ihre Kolleginnen und Kollegen im Tarifgebiet West.

Von MAZonline