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Brandenburg Warum Lokaljournalismus gerade jetzt wichtig ist – und nicht alles kostenlos sein kann
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Warum Lokaljournalismus gerade jetzt wichtig ist – und nicht alles kostenlos sein kann

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:49 23.10.2020
MAZ-Chefredakteur Henry Lohmar Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Ein Virus breitet sich aus – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Unser aller Alltag hat sich grundlegend verändert – und Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben viele Fragen, was das konkret bedeutet. Wie viele Menschen in meiner Umgebung sind infiziert? Welche Einschränkungen gibt es bei mir vor Ort? Welche Geschäfte sind noch geöffnet? Wen rufe ich im Verdachtsfall an? Wie ist die Lage in den nächstgelegenen Kliniken und Pflegeheimen?

In der Corona-Krise wollen die Menschen Transparenz und Orientierung – gerade wenn es um das Geschehen vor der eigenen Haustür geht. Und genau darin besteht unsere Aufgabe. Die Regionalzeitung ist aus Sicht der Deutschen eine der glaubwürdigsten Nachrichtenquellen. Den sich daraus für uns ergebenen Auftrag wollen und müssen wir auch in Krisenzeiten unvermindert wahrnehmen – gerade digital. Unsere Verantwortung gilt der Region, in der wir leben. Denn Sie verlassen sich auf uns – auf unsere professionelle Recherche und verlässliche Informationen. Danke für das Vertrauen!

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Die MAZ unterwegs in und für Brandenburg

Derzeit sind die Redakteurinnen und Redakteure der MAZ beinahe pausenlos im Einsatz, um Sie auf dem Laufenden zu halten. Von der Prignitz bis ins Havelland, von Oberhavel bis in den Fläming. Wir berichten über die Lage im Potsdamer Bergmann-Klinikum, über die Sorgen der märkischen Spargelbauern und auch über ein in Portugal gestrandetes Ehepaar aus Blankenfelde-Mahlow. Bei uns erfahren Sie alles über die Hilfsprogramme der Landesregierung und die Nöte der märkischen Fußballvereine in der Krise. Wir sind für Sie da in Brandenburg.

Das Plus-Angebot für Abonnenten

Wir erfahren in diesen Tagen großen Zuspruch von den Menschen in unserer gemeinsamen Heimat – und müssen uns dennoch zugleich vermehrt mit starken Vorwürfen auseinandersetzen, wir würden die Krisensituation ausnutzen, um uns zu bereichern. In der Kritik steht unser digitales Plus-Modell: Unter MAZ+ gibt es Hintergründe, Analysen, Liveticker und Videos für unsere Abonnenten. Hierfür tragen wir die Informationen zusammen, gewichten sie, ordnen sie ein, stellen Zusammenhänge her. Das ist journalistische Arbeit - und die muss bezahlt werden. Genau das rechtfertigt ein Plus-Modell, wie wir es unseren Abonnenten vorbehalten.

Ohne wirtschaftliches Fundament geht es nicht

Ohne ein wirtschaftliches Fundament können wir diese Arbeit künftig nicht mehr leisten. Die in dieser Krise existenziell wichtigen Informationen werden von Behörden und den öffentlichen Einrichtungen frei veröffentlicht – zudem zahlen alle Bürger einen Rundfunkbeitrag für die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Medien. Auch hier sind die journalistischen Inhalte also nicht kostenlos. Wir können unser Geschäftsmodell auch in Krisenzeiten nicht einfach über Bord werfen. Die Produkte im Supermarkt oder in der Apotheke müssen ebenso bezahlt werden – auch in der Corona-Krise.

Grundinformationen ohne Abonnement

Wir wissen, dass unsere Marke hier vor Ort als verlässliche Informationsquelle ein hohes Vertrauen, eine große Bekanntheit genießt und sind uns unserer Verantwortung bewusst – deshalb können Sie die Grundinformationen zum Coronavirus auch ohne Abonnement lesen. Hier finden Sie einige Artikel, die auch ohne Plus-Abonnement verfügbar sind:

Unser Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), zu dem auch dieser Titel gehört, informiert zudem rund um die Uhr auf RND.de kostenlos über alle nationalen und weltweiten Entwicklungen.

Eine Woche Heimat für den Preis eines Kaffees

Übrigens: Es kostet 2,49 Euro pro Woche, sich über die eigene Heimat umfassend journalistisch zu informieren – so viel wie viele von Ihnen nebenbei für einen Kaffee zum Mitnehmen bezahlen. Und der erste Monat ist sogar kostenlos, das Plus-Abo ist monatlich kündbar, wenn es doch nicht gefallen sollte. Das ist unser Angebot für die journalistische Bündelung und Einordnung der Informationen, die Aufbereitung von Hintergründen und Zusammenhängen. Wir finden das fair.

Helfen Sie mit, Lokaljournalismus zu erhalten

Wenn es uns in Deutschland nicht gelingt, auf Sicht nennenswerte Einnahmen aus unseren digitalen Angeboten zu generieren, wird es in absehbarer Zeit keine Lokalzeitungen mehr geben können, denn die gedruckte Zeitungsauflage schrumpft überall immer weiter. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, in einer Phase wie der gegenwärtigen gäbe es keine anderen Informationsquellen als die sozialen Netzwerke und Verlautbarungen offizieller Stellen, die Sie sich selbst zusammensuchen und bewerten müssten? Gerade in der Krise zeigt sich, dass Journalismus, insbesondere Lokaljournalismus, systemrelevant ist und einen enormen gesellschaftlichen Wert hat. Helfen Sie mit, dass das so bleibt – wir sind gerne für Sie da.

Bleiben Sie gesund,

Herzlichst

Ihr Henry Lohmar, Chefredakteur

Von Henry Lohmar

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