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Brandenburg Warum es ohne ausländische Pflegekräfte nicht gehen wird
Brandenburg Warum es ohne ausländische Pflegekräfte nicht gehen wird
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19:13 28.07.2019
In Brandenburg ist der Bedarf an Pflegekräften besonders hoch. Quelle: Daniel Karmann/dpa
Potsdam

Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen: Ohne eine geregelte Zuwanderung wird der Pflegemarkt in Brandenburg und im Rest der Republik irgendwann zusammenbrechen. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt der Fachkräftebericht des Gesundheitsministeriums: Wenn man den heutigen Versorgungsstandard aufrecht erhalten will, muss im Jahr 2030 jeder zweite Schulabgänger in Brandenburg einen Pflegeberuf ergreifen.

Nicht genug Nachwuchs aus Bordmitteln

Das ist natürlich absolut illusorisch. Selbst wenn die Löhne drastisch steigen und sich die Geburtenrate erhöhte, kann der Berufsnachwuchs aus heimischen „Bordmitteln“ nicht mehr gewährleistet werden. Bleiben zwei Möglichkeiten: Man senkt das Versorgungsniveau und überlässt das Problem den Angehörigen. Oder man lockt Personal aus dem Ausland an. Aber die Personalnot darf nicht dazu führen, dass ausländische Berufsabschlüsse im Eilverfahren anerkannt werden. Denn das würde die Patientensicherheit gefährden.

Der Markt ist umkämpft

Insofern sind gründliche Prüfungen und Anerkennungsverfahren sinnvoll. Man darf es den Pflegedienstleistern aber auch nicht zu schwer machen. Sonst verliert das Land den Anschluss. Es ist ja nicht so, dass die Bewerber Schlange stehen. Der Markt ist umkämpft. Andere Länder stehen schließlich vor den gleichen Problemen.

Von Torsten Gellner

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