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Brandenburg Warum wir mit Altlasten leben müssen
Brandenburg Warum wir mit Altlasten leben müssen
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19:39 26.08.2018
Noch immer brennt der Wald bei Treuenbrietzen. Die Bundeswehr ist mit Panzern im Einsatz. Foto: julian Stähle Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Bei fast jedem großen Waldbrand in Brandenburg ist Alt-Munition entweder Ursache des Ausbruchs oder ein Erschwernis bei den Löscharbeiten. Erst am Sonntagnachmittag musste der Munitionsbergungsdienst Panzergranaten sprengen, bevor die Löscharbeiten bei Treuenbrietzen fortgesetzt werden konnten. Die Frage ist berechtigt: Warum räumt man den Waldboden nicht systematisch?

Leider ist das ein frommer Wunsch, der an den Kosten scheitert. Allein die Truppenübungsplätze, auf denen schon Kaisers Truppen, Wehrmacht, NVA und Sowjetarmee das Schießen trainierten, bedecken gigantische Flächen.

Acht Prozent der Landesfläche verseucht

Im Jahr 1990 nahmen die Übungsplätze etwa acht Prozent der Landesfläche ein. Wer einmal auf den sicheren Wegen über die Brachen fährt, sieht vom Auto aus Geschosse aus dem Sand ragen, links und rechts der Piste – eine apokalyptische Landschaft.

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg

Selbst außerhalb der Schießplätze sind die Löschkräfte nicht sicher. Gerade im Südosten Berlins tobten zum Ende des Zweiten Weltkriegs mörderische Schlachten, als die Sowjetstreitkräfte deutsche Verbände in Trümmer schossen. Überall lauern Blindgänger.

So bleibt es bei punktuellen Räumungen – für den Einsatz von Forstmaschinen oder bei Baugrundsondierungen. Nur ein Zeitgenosse dürfte dankbar sein, auf vermintem Gelände zu leben: der Wolf. Dort ist er ungestört.

Von Ulrich Wangemann

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