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Brandenburg Wasserverband darf nicht mehr Wasser wegen Tesla aus dem Boden pumpen
Brandenburg Wasserverband darf nicht mehr Wasser wegen Tesla aus dem Boden pumpen
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17:55 06.02.2020
Wenn Tesla seine Fabrik errichtet hat, steigt der Bedarf an Trinkwasser in der Region um Grünheide stark an. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
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Straußberg

18,2 Millionen Kubikmeter würden mit der neuen Fabrik insgesamt pro Jahr benötigt, aber nur knapp 11 Millionen Kubikmeter dürften aus den Brunnen entnommen werden, sagte Sandra Ponesky, Sprecherin des Wasserverbandes, am Donnerstag auf Anfrage. Um mehr Wasser über die Brunnen aus dem Grundwasser zu gewinnen, seien Genehmigungen des Landesumweltamtes erforderlich - die fehlten bislang.

Das Landesamt überwacht landesweit das Wasserreservoir, dass nicht vollständig aufgebraucht werden darf. Am Mittwoch hatte der Wasserverband in Strausberg (Märkisch-Oderland) auf einer außerordentlichen Sitzung der Verbandsversammlung über die Auswirkungen durch die Ansiedlung der Fabrik beraten.

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Bis zu 372 Kubikmeter Wasser – pro Stunde

Nach bisherigen Planungen braucht das US-Unternehmen Tesla für die Fabrik bis zu 372 Kubikmeter öffentliches Trinkwasser pro Stunde. Es hat angekündigt, die Menge zu reduzieren.

Die Lösung der Fragen rund um die Wasserversorgung befinde sich im Prozess, sagte Frauke Zelt, Sprecherin des Umweltministeriums, auf Anfrage. Die Genehmigungsbehörde sei dazu in intensiven Gesprächen mit dem Wasserverband.

Nach Angaben des Wasserverbandes entspricht die bislang bekannte Menge, die Tesla benötigt, dem jährlichen Wasserbedarf von rund 71 500 Menschen. Aktuell werden etwa knapp 11 Millionen Kubikmeter Trinkwasser entnommen. 2021 wären durch den Tesla-Bedarf 14 Millionen Kubikmeter nötig - laut Verband sind insgesamt dann aber rund 18,2 Millionen Kubikmeter erforderlich, da auch Reserven für Trockenheit und bei weiterem Zuzug von Menschen vorgehalten werden müssten, hieß es.

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Von RND/dpa

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