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Brandenburg Wegen Corona: Brandenburg plant Feiern zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit in kleinem Rahmen
Brandenburg Wegen Corona: Brandenburg plant Feiern zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit in kleinem Rahmen
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18:18 28.05.2020
Menschenmassen wie zum 30. Jahrestag des Mauerfalls auf der Glienicker Bruecke soll es zum Jubiläum der Deutschen Einheit am 3. Oktober nicht geben. Quelle: epd
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Potsdam

Das Land Brandenburg verzichtet als Ausrichter der diesjährigen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit auf ein großes Bühnenprogramm und ein Bürgerfest in Potsdam. Mit der zeitlichen und räumlichen Entzerrung ohne Bühnen und Zelte werde es vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie möglich sein, den Besucherstrom so zu steuern, dass Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag in Potsdam mit.

Am 3. Oktober jährt sich der Tag der Deutschen Einheit zum 30. Mal. Die zentralen Feierlichkeiten richtet immer das Bundesland aus, das den Vorsitz in der Länderkammer Bundesrat innehat – in diesem Jahr Brandenburg.

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Land will „würdige und kreative Form der Feiern“

Das Land sei trotz der Corona-Pandemie um eine angemessene, würdige und kreative Form der Feiern in der Landeshauptstadt Potsdam bemüht. Alle Bundesländer seien über erste Überlegungen für ein alternatives Konzept informiert worden. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bedauerte, dass ein großes Bürgerfest mit mehreren hunderttausend Gästen und der traditionelle Festakt diesmal nicht möglich seien.

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Konkret sei vorgesehen, dass sich alle Bundesländer und die fünf Verfassungsorgane –Bundespräsident, Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht – sowie die Stadt Potsdam mit eigenen Installationen in Potsdam präsentieren. Dadurch könne eine weiträumige Ausstellung in der Stadtkulisse entstehen, hieß es. Wie Woidke sagte, sollen Bürgerdelegationen aus allen Ländern nach Potsdam eingeladen werden. Auch der traditionelle ökumenische Gottesdienst könne voraussichtlich stattfinden.

Potsdams Oberbürgermeister unterstützt die Entscheidung

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD): „Potsdam hätte sich sehr gefreut, vielen Menschen die tolle Entwicklung der Landeshauptstadt in den vergangenen 30 Jahren zu präsentieren. Ich habe nicht nur Verständnis, sondern unterstütze die Entscheidung des Ministerpräsidenten, den Tag der Deutschen Einheit mit einem angepassten Konzept zu feiern.“ Die Stadt unterstütze die Planungen der Landesregierung und begleite sie intensiv. „Auch ohne großes Bürgerfest werden wir mithelfen, dass sich unser Land Brandenburg würdig präsentiert und die Jubiläumsfeierlichkeiten ein Schaufenster für das gesamte Land Brandenburg werden“, so Schubert.

Linke fordern Absage

Kritik kommt von der Potsdamer Landstagsabgeordneten Isabelle Vandre und dem Potsdamer Bundestagsabgeordneten Norbert Müller (beide Linke). Sie fordern statt Feierlichkeiten in kleinerem Rahmen die Absage des Events.

„Es ist absurd! Einerseits kündigt Woidke an, dass der Regelbetrieb in Schulen und Kitas frühestens im Herbst wieder aufgenommen werden soll, gleichzeitig will die Landesregierung eine Feier mit zehn- oder gar hunderttausenden Menschen aus der ganzen Bundesrepublik veranstalten", teilt Müller mit. Es sei nicht absehbar, dass sich die Lage bis Oktober entspannt hat. „Die Feierlichkeiten zum 3. Oktober müssen jetzt abgesagt werden!", fordert Isabelle Vandre.

Von MAZonline

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