Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Das Geschenk der stillen Nacht
Brandenburg Das Geschenk der stillen Nacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:20 26.12.2018
Weihnachten läuft manchmal nicht ohne Spannung ab (Symbolbild). Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Potsdam

Weihnachten kann ganz schön anstrengend sein. Das fängt in der Adventszeit an, mit der Sorge, das richtige Geschenk zu finden, dazu das nervige Gedränge in den Kaufhäusern und Elektronikmärkten. Fast jeder zweite Deutsche, so eine aktuelle Forsa-Umfrage, fühlt sich deshalb unter Druck.

Viel vorbereiten

Auch das eigentliche Fest muss vorbereitet werden – von der Menüfolge beim Essen bis zur Bescherung. Und dann wäre da noch diese spezielle Konstellation, die es bei vielen so nur zum Weihnachtsfest gibt: Die ganze Familie kommt zusammen, drei, oft auch vier Generationen. Ganz ohne Spannungen geht das nur selten ab.

Wie es so richtig schief gehen kann, hat der aus Brandenburg stammende Humorist Loriot in seinem grandiosen Sketch „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ gezeigt. Opa Hoppenstedt meckert in einem fort („Früher war mehr Lametta“), das Gedicht des Enkelkinds gerät zur Farce („Zicke-zacke Hühnerkacke“), Mutter und Vater sind mit der Situation komplett überfordert und am Ende explodiert ein Spielzeug-Atomkraftwerk. Satire, schon klar. Aber es steckt eben auch ein Funken Wahrheit drin.

Auf Spurensuche

Woran liegt es, dass wir uns gerade an Weihnachten häufig so schwer tun mit der Besinnlichkeit? Hat es damit zu tun, dass der religiöse Kern des Fests, die christliche Botschaft von der Geburt Jesu Christi und der Menschwerdung Gottes, in einer überwiegend säkularen Gesellschaft in den Hintergrund geraten ist? Sicher auch, doch das allein ist es nicht.

In Wahrheit ist das, was zu Weihnachten passiert, für alle Menschen, ob mit oder ohne Konfession, eine Herausforderung: Familienmitglieder, die übers Jahr getrennt voneinander leben, unterbrechen ihren Alltag und sitzen beisammen, sehr nahe, jede und jeder mit den eigenen, ganz speziellen Erwartungen und Sehnsüchten im Gepäck.

Weihnachten kann zur Belastungsprobe werden

Die Großeltern wollen vielleicht, dass es wieder so schön heimelig und stimmungsvoll ist wie früher, die mittlere Generation hofft auf einen möglichst perfekten Ablauf, die Jüngeren sind in Gedanken schon bei der Party danach – und die ganz Kleinen platzen fast vor Aufregung. Das kann gut gehen, und in den meisten Fällen tut es das auch. Es kann aber auch zur Belastungsprobe werden.

Wie wäre es, wenn wir unsere Erwartungen an ein perfektes Weihnachten etwas zurücknähmen? Dann könnten wir vielleicht auch besser erkennen, welches Geschenk es ist, dass die meisten von uns diese Tage in Frieden und relativem Wohlstand verbringen können. Und dass der kleine Streit mit den Anverwandten eben nicht mehr ist als genau das – klein, unerheblich. Und dann kommt, vielleicht, im besten Fall, etwas wie Dankbarkeit auf. Das wäre doch eine gute Voraussetzung für ein gelungenes Weihnachtsfest.

Von Henry Lohmar

Das Land Brandenburg hat 2018 einen Rekordsommer erlebt. Die über Wochen anhaltende Hitze hat in diversen Branchen ihre Spuren hinterlassen – in positiver wie negativer Weise.

29.12.2018

In vielen Familie laufen die Feiertage immer nach dem selben Muster ab. Auch bei Lasse aus Potsdam-West. Nach der Kirche kommt am Abend irgendwann der Weihnachtsmann mit seinen Rentieren vorbei und bringt Geschenke – oder waren es doch Elche? Tja, weder noch.

26.12.2018

Kerzen, Kugeln, Lametta: Wer hat Brandenburgs schönsten Weihnachtsbaum? Das haben wir Sie an Heiligabend gefragt. Jetzt steht der Sieger der Fotoaktion fest.

25.12.2018