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Brandenburg Weihnachtsmärkte sollen weiter stattfinden
Brandenburg Weihnachtsmärkte sollen weiter stattfinden
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12:54 20.12.2016
Die Weihnachtsmärkte, so wie der am Roten Rathaus in Berlin, sollen weiter geöffnet bleiben. Quelle: epd
Berlin

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben sich die Innenminister von Bund und Ländern gegen eine Absage ähnlicher Veranstaltungen in Deutschland ausgesprochen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte: „Egal, was wir im weiteren Verlauf noch über die genauen Hintergründe und Motive der Täter erfahren, wir dürfen und wir werden uns unser freiheitliches Leben nicht nehmen lassen.“

Nach dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin: Besuchen Sie in diesem Jahr weiterhin Weihnachtsmärkte?

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben sich die Innenminister von Bund und Ländern gegen eine Absage der Weihnachtsmärkte in Deutschland ausgesprochen. Aber würden Sie in diesem Jahr überhaupt noch einen besuchen?

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In Berlin sollen die Sicherheitsvorkehrungen auf den Weihnachtsmärkten der Hauptstadt allerdings in den nächsten Tagen erhöht werden. Das sagte der Sprecher von Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es sollten mehr Polizisten unterwegs sein, zudem sollten Betonpoller an bestimmten großen Weihnachtsmärkten Zufahrten versperren. „Wir wollen verhindern, dass mögliche Trittbrettfahrer etwas Ähnliches tun“, sagte der Sprecher Martin Pallgen.

Weihnachtsmärkte aus Gründen der Pietät schließen?

Geisel bat laut seinem Sprecher die Weihnachtsmärkte, am Dienstag nicht zu öffnen. Dabei gehe es nicht um den Sicherheitsaspekt, die Märkte seien nicht gefährdet. „Wir sollten mit Blick auf die Opfer und aus Gründen der Pietät und Trauer heute auf die Weihnachtsmärkte und den Rummel verzichten.“ Die Senatsinnenverwaltung könne das aber nicht anordnen, daher habe man mit dem Schaustellerverband gesprochen und ihn darum gebeten. Am Mittwoch sollen die Märkte wieder öffnen.

Der Tag nach dem Anschlag. Quelle: dpa

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) unterrichtete in der Konferenz demnach darüber, dass aus Gründen der Rücksichtnahme auf die Opfer und deren Angehörige die Betreiber der Berliner Weihnachtsmärkte gebeten werden, am Dienstag auf eine Öffnung der Märkte zu verzichten. Die Minister dankten den Einsatzkräften zugleich für ihr entschlossenes und zugleich besonnenes Vorgehen.

Auch in Brandenburg gelte „höchste Wachsamkeit“, sagte der märkische Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Deutschlandweit bestehe eine abstrakt hohe Gefahr für Terroranschläge, betonte der Minister: „Die Betonung liegt hier nicht auf abstrakt, sondern auf hoch.“ Aktuell lägen aber keine konkreten Hinweise oder Erkenntnisse auf geplante Anschläge vor.

Poller und Absperrungen in Brandenburg?

Unter anderem verstärkt die Polizei die Präsenz auf den Weihnachtsmärkten. Schwerpunkte der Maßnahmen sind die Weihnachtsmärkte in Brandenburg/Havel, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. In Abstimmung mit den Marktbetreibern würden auch Maßnahmen zur Erhöhung der passiven Sicherheit geprüft. Es geht etwa um Poller und Absperrungen. „Eine Schließung der Märkte empfehle ich aber nicht. Es gibt in Brandenburg keinen Hinweis auf eine konkrete Bedrohung und ich glaube, es wäre hier auch das falsche Signal“, betonte Schröter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte, dass man gegenwärtig von einem Terroranschlag ausgehen müsse. Dabei sind mindestens zwölf Menschen getötet und rund 50 verletzt worden.

Der Lastwagen, der am Montag in Berlin vielen Menschen das Leben kostete, ist am Dienstag zur weiteren Untersuchung abgeschleppt worden. Quelle: dpa

Der am Montagabend auf der Flucht festgenommene mutmaßliche Lkw-Fahrer stammt nach Informationen des RBB-Inforadios und der Deutschen Presse-Agentur wohl aus Pakistan. Er soll dem Sender zufolge am 31. Dezember 2015 in Passau nach Deutschland eingereist sein. Nach dpa-Informationen kam der Mann wohl im Februar als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland. Er soll mehrere Identitäten genutzt haben. Der Verdächtige wurde am Dienstagmorgen verhört. Die genaue Identifizierung gestalte sich schwierig, weil er mehrere Namen benutzt haben soll. Der für den Staatsschutz zuständige Generalbundesanwalt in Karlsruhe übernahm die Ermittlungen.

Silvesterparty am Brandenburger Tor findet statt

Die große Silvesterparty am Brandenburger Tor soll trotz des Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin stattfinden. Eine Absage sei nicht geplant, sagte eine Sprecherin des Veranstalters KIT Group am Dienstag. Ob aus dem mutmaßlichen Terroranschlag am Breitscheidplatz Konsequenzen gezogen werden müssten, „schauen wir uns in Ruhe in den nächsten Tagen an“, so die Sprecherin. Es sei noch zu früh, um dazu Konkretes sagen zu können.

Sie verwies darauf, dass die Feier am Brandenburger Tor „eine ganz andere Art von Veranstaltung“ sei als ein Weihnachtsmarkt. Es gebe dort Einlasskontrollen, rund 600 Ordner seien im Einsatz. Rund um das Feiergelände sind Absperrgitter aufgestellt.

Die Partymeile öffnet für erste Besuche am 30. Dezember und dann am Silvestertag ab mittags. Mehr als 100 000 Besucher werden am Brandenburger Tor und auf der zwei Kilometer langen Feierstrecke auf der Straße des 17. Juni erwartet. Auf den Bühnen sollen Musiker wie Marianne Rosenberg, Bonnie Tyler, DJ BoBo, Jermaine Jackson und Rainhard Fendrich auftreten.

Von dpa

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