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Brandenburg Bisher 178 Ortskräfte aus Afghanistan nach Brandenburg gekommen
Brandenburg

Weitere Ortskräfte aus Afghanistan in Brandenburg angekommen

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21:13 22.08.2021
Ein Wohnhaus der von der DRK-Flüchtlingshilfe betreuten Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge und Asylsuchende in Doberlug-Kirchhain.
Ein Wohnhaus der von der DRK-Flüchtlingshilfe betreuten Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge und Asylsuchende in Doberlug-Kirchhain. Quelle: Soeren Stache/ dpa
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Doberlug-Kirchhain

In Brandenburg sind am Sonntag über 100 weitere Ortskräfte inklusive ihrer Angehörigen aus Afghanistan angekommen. Sie wurden nach Angaben des Innenministeriums ebenfalls in der Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster untergebracht. Zunächst trafen dort am Sonntag 57 Menschen aus Afghanistan ein, darunter 20 Kinder und Jugendliche. Am Abend kamen weitere 54 Menschen dort an. Weil ein Kind eine blutende Lippe gehabt habe, sei es auf der Fahrt im Beisein der Mutter und einem weiteren Kind in ein Krankenhaus gekommen. Sie sollten am Montag ebenfalls nach Brandenburg kommen.

Damit trafen bisher 178 Menschen aus Afghanistan in der Erstaufnahme ein. In der Nacht zum Montag würden weitere 80 Ortskräfte mit Familien erwartet, sagte der Ministeriumssprecher. Damit wären es nach Ankunft auch der Mutter und der zwei Kinder insgesamt 261 Menschen. Am Freitag waren bereits 59 Evakuierte aus Afghanistan in die Einrichtung gekommen, später acht weitere. In den kommenden Tagen soll sich entscheiden, in welche Bundesländer sie kommen. Eine weitere Aufnahme ist bisher nicht in Aussicht.

In den kommenden Tagen sollen die Evakuierten auf andere Bundesländer verteilt werden. „Das wird das Bamf (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) Anfang der Woche festlegen“, sagte der Leiter der Zentralen Ausländerbehörde von Brandenburg, Olaf Jansen, der Deutschen Presse-Agentur. Nach seinen Angaben nahmen oder nehmen bisher Hamburg, Rheinland-Pfalz, Berlin und Brandenburg Ortskräfte auf. Die Rettungsaktion der Bundeswehr war nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban vor wenigen Tagen gestartet.

Sozialpädagogen führen Gespräche

Der Behördenchef bezeichnete den Gesundheitszustand der bis Sonntagnachmittag angekommenen Menschen als gut. „Die Kinder haben das insbesondere gut weggesteckt“, sagte Jansen. Mit einigen Erwachsenen führten Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sogenannte Entlastungsgespräche, damit sie die Geschehnisse loswerden könnten. „Gesundheitlich sind alle in gutem Zustand.“ Die ersten 67 Evakuierten haben nach seinen Angaben bereits Antigen-Schnelltests gemacht, um eine Corona-Infektion zu prüfen. Die Tests seien alle negativ gewesen, sagte Jansen.

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Die Bundesregierung bemüht sich nach Angaben von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) mit den USA um die Möglichkeit sicherer Ausreisen aus Afghanistan auch in Zukunft. „Unsere Bemühungen richten sich jetzt nicht nur darauf, dass wir diejenigen am Flughafen nach Deutschland kriegen, die jetzt Schutz brauchen“, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Sonntag bei einem Wahlkampftermin in Potsdam. „Wir wollen auch erreichen zusammen mit den Amerikanern, dass eine Situation entsteht, wo die künftige Regierung zulässt, dass solche Ausreisen aus Afghanistan auch vielleicht über den zivilen Teil des Flughafens - das wäre das Schönste - zukünftig möglich sind.“

Von dpa/ MAZonline