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Brandenburg Der stärkste Veganer der Welt
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13:51 01.11.2014
Patrik Baboumian und seine Verlobte haben ein Buch geschrieben, das Rezepte, Biografisches und Patriks Lebensansichten enthält. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Bei den Strongman-Meisterschaften 2007 sind Sie erstmals "stärkster Mann Deutschlands" geworden. Danach haben Sie den Titel noch zwei weitere Male geholt. Sie sind jetzt 35. Haben Sie Ambitionen auf weitere Wettkämpfe?

Patrik Baboumian: Was den Strongman angeht, bin ich in Rente. Nicht, weil ich zu alt wäre oder keine Lust mehr hätte, Bierfässer zu stemmen. Aber das System ist nicht sauber. Es gibt keine Dopingkontrollen und damit keinen Schutz für die Sportler. Wenn ich sehe, wie meine Kollegen mit noch nicht einmal 40 Jahren wegsterben, ist das erschreckend. Da will ich nicht mehr mitmachen. Ich versuche aber, 80 Prozent meiner Höchstleistung zu halten und trainiere dafür ein- bis zweimal die Woche.

Ihre sportlichen Erfolge haben Sie „trotz“ Ihrer Ernährung vollbracht: Seit 2005 sind Sie Vegetarier, seit 2011 Veganer. Ihr Mitgefühl mit Tieren hat Sie dazu veranlasst, haben Sie damals gesagt. Wie hat sich dieses Mitgefühl geäußert, welche Erlebnisse hatten Sie?

Baboumian: Als ich sieben oder acht war, waren wir zu Besuch bei einer Cousine meiner Mutter in Wiesbaden. Ich durfte draußen spielen und habe eine verletzte Taube gefunden. Mit dem Tier auf dem Arm bin ich herumgerannt auf der Suche nach einem Tierarzt. Irgendwann hatte ich einen gefunden, mich aber verlaufen, so dass mich die Polizei nach Hause bringen musste. Was nicht so einfach war, weil ich die Adresse nicht kannte, wir waren ja nur zu Besuch. Ich habe schon damals keinen Unterschied gemacht zwischen Mensch und Tier, ihr Leid ist für mich gleichwertig.

Patrik Baboumian

Mit 555 kg Stahl auf den Schultern 10 m gelaufen – Weltrekord 2013 in Toronto! „Zum ersten Mal hatte ich einen Rekord wirklich nur einzig und allein aus dem Grund anvisiert, um damit ein Zeichen für den Veganismus zu setzen.“ Foto: Kumari Photography

  • Patrik Baboumian wird am 1. Juli 1979 im Iran geboren. Sein Vater und seine kleine Schwester sterben bei einem Autounfall, als Patrik vier Jahre alt ist. Seine Familie ist armenischer Herkunft und christlich.
  • 1986 ziehen er, seine Mutter und seine Großmutter nach Deutschland und lassen sich in Hessen nieder.
  • Das Gymnasium in Fulda verlässt Baboumian nach der 10. Klasse. Statt einer Ausbildung geht er gleich arbeiten - in einer Fleischwarenfabrik, als UPS-Fahrer, bei Amazon.
  • Nach sechs unzufriedenen Jahren, in denen er unterfordert ist, holt Baboumian an der Abendschule sein Abitur nach. Es folgen ein Psychologie-Studium mit Schwerpunkt Medienpsychologie in Marburg und Saarbrücken (2006 bis 2012) und eine Ausbildung zum Fitnesstrainer. Nach dem Studium wird er selbständiger Unternehmensberater.
  • Aus Tierliebe steigt Baboumian 2005 auf vegetarische Ernährung um, seit 2011 lebt er vegan. "Ich möchte durch mein Verhalten kein Tierleid verursachen", sagt er in einem Interview.
  • Weil Baboumians Verlobte Katy Brandenburgerin ist und eine starke Bindung an die Region und ihre Familie hat, ziehen die Beiden im Jahr 2012 nach Markau bei Nauen (Havelland) und kaufen ein Grundstück.
  • Anfang 2014 bringt Baboumian zusammen mit seiner Verlobten Katy Statetzny das Buch "Vegan ganz anders. Eine Anleitung zum groß und stark werden" im Eigenverlag heraus (Orgalahad Multimedia, ISBN 978-3-00-044550-7). Es ist eine Sammlung von dem, "was bei uns täglich auf den Tisch kommt". Das Buch enthält auch einen Ernährungskompass und einen autobiografischen Teil.
  • Mit dem Kraftsport beginnt Baboumian im Alter von 14 Jahren, "um mich sicherer zu fühlen". 1998 holt er seinen ersten Titel. Er wird beim Bodybuilding-Wettbewerb hessischer Meister der Junioren im Mittelgewicht, ein Jahr später im Schwergewicht.
  • An den Strongman-Meisterschaften nimmt er erstmals 2006 teil und stellt einen neuen Rekord im Baumstammstemmen auf.
  • Bei der Deutschen Strongman-Meisterschaft 2007 wird Baboumian erstmals "stärkster Mann Deutschlands". Den Titel holt er sich noch zwei weitere Male, nämlich 2009 und 2011, erst im Leicht-, dann im Schwergewicht.
  • Bei der Strongman-Weltmeisterschaft 2009 in Kiew belegt er den 9. Platz - und ist der erste deutsche Leichtgewichtler, der es bei einer Strongman-WM in die Top 10 schafft.
  • Aktuell ist Baboumian 1,71 m groß, wiegt 120 kg und hat einen Oberarmumfang von rund 50 cm.

Zum Welt-Vegan-Tag am 1. November gibt es bundesweit Aktionen, auch in Potsdam und Berlin. Der Welt-Vegan-Tag erinnert an die Gründung der „Vegan Society“  durch den Briten Donald Watson im Jahr 1944 und damit an den Beginn der veganen Bewegung. Weitere Infos unter www.weltvegantag.de .

Haben  Tiere – und Menschen – für Sie eine Seele? Glauben Sie an Gott?

Baboumian: „Schaffe eine Welt, die so ist, wie Du sie Dir und anderen wünschen würdest!“ Foto: Hendrik ThieleIch bin Agnostiker. Ich sage also: Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt. Ich bin zwar als Christ geboren und getauft. Aber ich bin sehr religionskritisch, gerade was die monotheistischen Religionen angeht. In diesen Religionen ist der Mensch weit von der Natur entfernt. Er fühlt sich nicht mehr eingebettet in ihr, das ist schade. Stattdessen sieht sich der monotheistische Mensch als Krone der Schöpfung, allen Lebewesen überlegen. Ich finde, das ist eine sehr egozentrische und völlig verschobene Perspektive. Wie wertvoll ist der Mensch? Nimm alle Ameisen weg, und das gesamte Ökosystem bricht zusammen. Nimm den Menschen weg...

... und gar nichts würde passieren. Die Natur könnte wieder perfekt funktionieren.

Baboumian: Genau. Kein einziges Lebewesen auf diesem Planeten braucht den Menschen, aber der Mensch braucht die Erde mit allem, was darauf natürlich gedeiht. Ich bin zwar nicht religiös,  habe aber trotzdem eine gewisse Spiritualität. Ich glaube, dass es Dinge gibt, die wir nicht messen können und die nicht fassbar sind. Ich glaube an eine Essenz in uns - in allen Tieren.

Patrik Baboumian: „Schaffe eine Welt, die so ist, wie Du sie Dir und anderen wünschen würdest!“ Foto: Hendrik Thiele

Aber auch Pflanzen sind Lebewesen, damit haben auch sie diese "Essenz" und sind empfindungs- und leidensfähig. Wie kommen Sie damit klar, den Tod von Pflanzen in Kauf zu nehmen?

Baboumian: Natürlich haben auch Pflanzen eine basale Form der Empfindung. Aber ihr Schmerz-, Leid- und Angstempfinden ist längst nicht so stark ausgeprägt wie bei Tieren. Wir Tiere brauchen Angst und Schmerz, um eine Gefahr erkennen und uns dann von ihr wegbewegen zu können. Pflanzen aber sind in der Erde verwurzelt, sie können nicht fliehen. Also brauchen sie kein ausgeprägtes Alarmsystem, keine starken Empfindungen. Wenn ich Pflanzen esse, füge ich also weit weniger Leid zu. Auch weil die Tiere, die wir essen, erst Unmengen von Pflanzen fressen und damit vernichten. Das ist ineffektiv, da esse ich die Pflanzen lieber direkt. Um selbst überleben zu können, nehme ich zwar den Tod von Pflanzen in Kauf, richte damit aber das geringste Unheil an. Es gibt zwei Regeln, nach denen ich mich ernähre: Ich versuche, die Sachen wegzulassen, die ich am schlimmsten finde. Und ich versuche, das wegzulassen, was mir nicht wehtut.

Glauben Sie denn, dass der Mensch von Natur aus Pflanzenfresser ist?

Baboumian: Nein. Ich glaube, der Mensch ist sehr anpassungsfähig und kann durchaus von Mischkost leben. Aber heutzutage spricht vieles gegen Fleischkonsum. Zum einen bekommen wir das Fleisch zu leicht, haben dadurch jeglichen Bezug dazu verloren. Ich bin mir sicher, dass der Mensch viel weniger Fleisch essen würde, wenn er alles selbst machen müsste, einschließlich der Schlachtung. Und auch, wenn er wüsste, wie das Tier, das auf seinem Teller liegt, gehalten und womit es gefüttert wurde. Zum anderen essen wir viel zu viel Fleisch. Das alles zieht eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten nach sich.  

Interessant ist auch, dass zwar eine pflanzliche Ernährung möglich ist, eine rein tierische jedoch nicht. Und noch ein anderer Fakt zeigt, dass wir eher in Richtung Pflanzenfresser tendieren: Wir sind keine Raubtiere. Wir besitzen nicht ihre Anatomie und auch nicht ihren Jagdinstinkt.

In der Tierwelt gibt es aber etliche Spezies, die diesen Jagdinstinkt haben. Was empfinden Sie und denken Sie, wenn Sie im Fernsehen eine Doku Löwen siehst, die eine Gazelle töten und verzehren?

Baboumian: Ich habe Mitgefühl mit der Gazelle, weiß aber auch, dass die Natur so ist. Fressen und Gefressenwerden gehört zum Spiel des Lebens. Dies ist aber nicht vergleichbar mit dem, was wir Menschen machen. Das, was wir machen, ist kein Spiel mehr, sondern eine Tötungsmaschinerie. Unsere Opfer haben keine Möglichkeit zu fliehen. Das entspricht nicht den Regeln der Natur, sondern macht uns zu Mördern.

Bezieht sich Veganismus bei Ihnen nur auf die Ernährung, oder tragen Sie auch keine Lederschuhe, achten Sie bei Kosmetik darauf, dass Sie ohne Tierexperimente auskommt usw.?

Baboumian: Mittlerweile lebe ich komplett vegan. Aber es fing mit der Ernährung an, alles andere kam Schritt für Schritt.

Die Liste prominenter Vegetarier ist lang. Hier eine Auswahl bekannter Persönlichkeiten, die den "Veggie-Day" sicherlich gutheißen bzw. gut gefunden hätten.

Fiel Ihnen die Umstellung zum Veganismus schwer, zum Beispiel der Verzicht auf ein bestimmtes Lebensmittel?

Baboumian: Ja, der Schritt zum Veganer war anfangs schwer und kam auch nicht von heute auf morgen. Zunächst war ich ja "nur" Vegetarier, habe das Fleisch weggelassen. Das fiel mir total leicht, denn Fleisch mochte ich noch nie besonders. Statt des Fleisches habe ich aber umso mehr Milchprodukte konsumiert, weil ich dachte, die bräuchte ich als Ersatz-Proteinquelle.

Dann kam die Erkenntnis, dass es inkonsequent ist, nur auf Fleisch zu verzichten. Denn auch wegen der Milch müssen Kühe und Kälber leiden, Hühner leiden wegen der Eier. Ich will aber absolut kein Tierleid mehr verursachen, da ist Veganismus der einzige Weg.

Die ersten beiden veganen Wochen waren hart, weil ich einen Riesenappetit auf Milch hatte. Milch enthält nämlich Glückshormone, die natürlicherweise dafür sorgen, dass sich das Kalb beim Trinken und damit bei der Mutterkuh wohlfühlt. Wir Menschen bauen die Bindung zu der Milch an sich auf. Das ist wie eine Sucht, und der Verzicht darauf war wie kalter Entzug. Aber nach 14 Tagen war es gut.

Abgesehen davon, dass Sie nun kein schlechtes Gewissen mehr gegenüber Tieren haben müssen: Hat sich die Ernährungsumstellung noch anders ausgewirkt?

Baboumian: Ja, ich habe mich die erste Zeit irgendwie leichter gefühlt. Das war sehr angenehm angesichts meines Körpergewichts von 120 kg. Außerdem habe ich mich nach dem Training schneller erholt. Und ich bin seitdem viel weniger übersäuert. Sodbrennen war viele Jahre lang mein großes Problem. Nach drei Tagen ohne Milch war ich das Problem los. Was noch erstaunlich ist: Seit ich vegan lebe, habe ich keinen Eisenmangel mehr, obwohl ich keine Ergänzungsmittel zu mir nehme. Die vielen Milchprodukte haben früher einfach die Eisenaufnahme behindert.

Aber abgesehen von den gesundheitlichen Verbesserungen tut es mir gut, ein reines Gewissen zu haben. Denn seit ich vegan lebe, stimmen zum ersten Mal meine Glaubenssätze mit meinem Essverhalten überein, und das fühlt sich richtig gut an.

Man sollte sich aber vor Selbstherrlichkeit und Überheblichkeit hüten. Ich bin Veganer geworden, weil ich ein besserer Mensch sein will - nicht besser als andere Menschen, sondern besser, als ich früher war, und mehr im Einklang mit mir selbst. Das ist das Motto, nach dem ich versuche zu leben: "Versuche nicht, besser zu sein als die Anderen! Versuche, besser zu sein als gestern!"

So sind Sie Veganer geworden. Für diejenigen, die Ihnen  nacheifern wollen: Worauf muss man besonders achten, wenn man sich vegan ernährt?

Baboumian: Ich rate jedem, der vegan leben will, sich vorher gut zu informieren, denn der Schritt vom Vegetarier zum Veganer ist riesig. Bei mir war wichtig, alternative Proteinquellen zu finden als Ersatz für die Milchprodukte. Man sollte sich erstmal grundsätzlich mit Ernährung beschäftigen: Welche Nährstoffe gibt es, wie viel brauche ich davon, in welchen Pflanzen und Pflanzenteilen stecken sie, welche veganen Lebensmittel gibt es wo zu kaufen ... Der einzige Stoff, der eventuell ergänzt werden muss, ist Vitamin B12. Aber das Problem haben Pflanzen- und Fleischfresser gleichermaßen. Denn B12 kommt in aktiver Form nur in Bakterien vor und hängt zum Beispiel an ungewaschenem Obst und Gemüse.

Als Veganer achten Sie sicher auch auf die Qualität Ihrer Nahrungsmittel.

Baboumian: Ja, aber erst seit den letzten zwei Jahren. Vorher habe ich studiert, mir das Studium selbst finanziert und hatte einfach kein Geld für Bioprodukte. Ich finde das ein Riesenproblem unserer Gesellschaft: Es ist preiswerter, sich ungesund zu ernähren. Durch die Subventionierung der Fleisch- und Milchindustrie wird dieser Zustand auch noch künstlich herbeigeführt! Das wirkt sich auf die Preise aus. Sojadrink zum Beispiel ist mit 19 Prozent besteuert und kostet dadurch mehr als Kuhmilch, die nur mit 7 Prozent besteuert ist. Schon bin ich als Verbraucher nicht mehr wirklich frei in meiner Kaufentscheidung.

 

Sie sind sehr aktiv in der veganen Szene. Im Jahr 2011 haben Sie für eine Werbekampagne der Tierrechtsorganisation PETA Ihr Gesicht hingehalten. Haben Sie dafür Geld bekommen?

Baboumian: Nein, für Non-Profit-Organisationen arbeite ich umsonst, das ist Herzenssache. Gerade bin ich wieder mit PETA im Gespräch. Ansonsten nutze ich meine Kontakte als Unternehmensberater, um die vegane Idee voranzubringen. So arbeite ich für Jan Bredack, dem Gründer der veganen Supermarktkette Veganz. Veganz hat in Deutschland sechs Filialen, zwei davon in Berlin. Eine weitere wird demnächst in Leipzig eröffnet.

Ihre Verlobte isst ebenfalls vegan. Wer von Ihnen ist der Küchenchef, und wie viel Zeit nehmen Sie fürs Kochen und Essen?

Baboumian: Beim Kochen bin ich absolut talentfrei, so dass die Küchenhoheit ganz klar bei meiner Verlobten Katy liegt. Die erklärte mich allerdings anfangs für verrückt und brauchte ein halbes Jahr, um selbst Veganerin zu werden. Haben wir keine Zeit zum Kochen, verwöhnt uns meine Mutter mit ihren persischen Gerichten. Einige davon habe ich in unserem Buch "Vegan ganz anders" verraten.

Sie wirken so fröhlich, warmherzig und gelassen. Was ist Ihr Geheimnis?

Baboumian: Natürlich meine vegane Ernährung, da bin ich im Reinen mit mir. Aber das ist nur ein Aspekt. Es geht allgemein um Gerechtigkeit und Respekt - in unserer Gesellschaft und zwischen uns und anderen Gesellschaften. Ich versuche, jeder Form von Leben auf Augenhöhe zu begegnen. Ich halte weder den Menschen als Spezies noch mich als Individuum für höherwertig. Das wäre ein Filter, der den Blick auf die Wirklichkeit verzerrt. Für mich geht es darum, Schubladen, Schleier, Filter aufzubrechen und wegzuziehen und alles Leben so zu sehen, wie es ist, nämlich gleichwertig. Das gibt Frieden. Deswegen bin ich trotzdem noch kein Buddha, auch wenn ich so aussehe ... Ich trete auch mal gegen eine Tür und sage scheiße.

Interview: Maria Kröhnke

Mit Peace Food die Welt und sich selbst retten

Fleisch und Milchprodukte machen krank. Das behauptet der Ganzheitsmediziner Ruediger Dahlke und bezieht sich dabei u.a. auf die sogenannte China Study. Vor allem Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehen auf das Konto von Fleisch und Milch, aber auch Krankheiten wie Diabetes oder Autoimmunerkrankungen.

In seinem Buch "Peace Food. Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt" erklärt Dahlke, wie Fleisch und Milch im Körper wirken und für welche Zivilisationskrankheiten sie verantwortlich sind. Darüber hinaus schildert er das unsägliche Leid, das Menschen den Tieren antun.

Ruediger Dahlke plädiert für eine Ernährung des Friedens, die er "Peace Food" nennt. Sie verzichtet auf Fleisch und Milchprodukte und setzt auf vollwertige Kohlenhydrate sowie hochwertige pflanzliche Eiweiße. Vor dem Hintergrund neuester Erkenntnisse erklärt "Peace Food", was wir essen müssen, um die Glückshormone zu befeuern und körperliche und seelische Balance zu finden. 30 Rezepte geben einen Vorgeschmack und eine erste Anleitung für ein veganes Leben.

Ruediger Dahlke: PEACE FOOD. Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt. Mit 30 veganen Genussrezepten von Dorothea Neumayr. Gräfe und Unzer Edition, 312 Seiten, 19,90 Euro.

Leseprobe als PDF >

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