Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Polizei: Weniger Straftaten in Zügen und Bahnhöfen
Brandenburg Polizei: Weniger Straftaten in Zügen und Bahnhöfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:02 27.02.2018
Eine S-Bahn an einem Bahnsteig am Berliner Hauptbahnhof. Quelle: dpa
Potsdam

In Zügen und auf Bahnhöfen in Brandenburg und Berlin ist die Zahl der registrierten Straftaten deutlich zurückgegangen. Im vergangenen Jahr gab es rund 18.300 Fälle von Kriminalität in Regionalzügen, S-Bahnen und den Stationen, das waren 3900 Straftaten oder 18 Prozent weniger als 2016. Dies geht aus einer Übersicht der Bundespolizeidirektion Berlin vor.

Im Verhältnis zu den täglich gut 3,1 Millionen Fahrten von Gästen (Stand: 2016) in S-Bahnen und Regionalzügen zeigten die Zahlen ein hohes Niveau an Sicherheit, teilte die Bundespolizei mit. Separate Zahlen für Berlin und für Brandenburg konnte die Bundespolizei nicht nennen.

Deutlich mehr Sachbeschädigungen

Nach Auflistung der Polizei gab es 2017 erheblich mehr Sachbeschädigungen, aber etwas weniger Körperverletzungen und sehr viel weniger Anzeigen wegen Diebstahls. Die Bundespolizei zählte im S-Bahn- und Regionalbahnverkehr in Berlin und Brandenburg 7460 Strafanzeigen wegen Handgepäcks- und Taschendiebstählen. Im Jahr zuvor waren es noch 12.640 gewesen.

Diebesbanden festgenommen

Die Gründe für den Rückgang sieht die Polizei in erfolgreicher Strafverfolgung und vorbeugender Arbeit. Dank umfassender Ermittlungen seien Diebesbanden festgenommen worden. In Bahnhöfen ging die Polizei verstärkt Streife und gab Tipps gegen Taschendiebstähle.

Weniger Körperverletzungen, viel mehr Sachbeschädigungen

Im Jahr 2017 wurden 2620 Fälle von Körperverletzung angezeigt, 160 weniger als 2016. Ganz anders stellte sich die Situation bei Sachbeschädigungen dar: Die Bundespolizei zählte 6240 solcher Delikte, nachdem es 2016 lediglich 4430 waren. Als „möglichen Erklärungsansatz“ für den Anstieg nannte die Polizei eine geringere Hemmschwelle der Täter, unter anderem als Folge übermäßigen Alkoholkonsums und einer „zunehmenden Missachtung“ fremden Eigentums.

Polizeiwachen an Bahnhöfen

Vor einem Monat hatte die S-Bahn am Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen die erste von insgesamt fünf geplanten Polizeiwachen eröffnet. Die anderen vier in den Bahnhöfen Westkreuz, Ostkreuz, Schöneberg und Friedrichstraße sollen demnächst eingerichtet werden. Bereits jetzt sei wie angekündigt in allen fünf Stationen zu jeder Zeit mindestens eine Zweierstreife unterwegs, sagte eine Bahnsprecherin. Außerdem gebe es rund um die Uhr einen Ansprechpartner für Bahnhofsbesucher.

Von Bernd Röder

Bei der Berliner S-Bahn fängt die neue Woche mit Verspätungen und Ausfällen an. Vor allem Pendler in Richtung Süden sind davon betroffen. Wegen eines Schienenbruchs kommt es bei gleich mehreren Linien zu Unregelmäßigkeiten. Wie lange das dauert, ist unklar.

27.02.2018

Schlechte Aussichten für Schwangere in Brandenburg – viele von ihnen finden keine Hebamme. Die MAZ hat sich mit Brandenburgs wichtigster Hebamme getroffen. Sie sagt im Interview, was die Politik tun sollte und warum sich werdende Eltern ihr Baby nicht zu oft im Ultraschall anschauen sollten.

01.03.2018

Werdende Eltern sollten sich in Brandenburg schnell um eine Hebamme kümmern. Die Personaldecke ist dünn. Und in den kommenden Jahren tut sich eine Riesenlücke auf. Hebammen schlagen Alarm und nehmen die Politik in Verantwortung – doch das Land wartet ab.

28.02.2018