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Brandenburg Weiter Stau in den Havelauen
Brandenburg Weiter Stau in den Havelauen
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19:47 31.07.2019
Bauarbeiten am Kreisel in Werder. Quelle: Stephan Laude
Werder

MAZ-Leser Dieter Lehmann aus Werder ist sauer. Er wohnt an der Alten Kasernenstraße in den Havelauen, eigentlich nur eine Zufahrt ins Wohngebiet. Seit die Phöbener Straße (L 90) wegen Bauarbeiten gesperrt ist, ist sie aber Teil der Umleitungsstrecke. Sie muss den gesamten Fahrzeugverkehr zu den Einkaufsmärkten und zum Industriegebiet aufnehmen. Wenn die etwa einen Kilometer entfernte Bahnschranke geschlossen ist, reiche der Stau oft bis tief ins Wohngebiet hinein, berichtet Lehmann, viele Fahrzeugführer würden trotz des Stillstands den Motor laufen lassen.

Ab Sonnabend, dem 3. August, wird es nach Lehmanns Ansicht noch schlimmer: Dann käme noch der Verkehr zur Autobahnanschlussstelle Phöben Richtung Dreieck Havelland hinzu, die gegenwärtig ebenfalls wegen Bauarbeiten dicht ist.

Lehmann und weitere Anwohner beschäftigt nun die Frage, warum die Phöbener Straße zwischen dem Kreisverkehr Elsastraße und der Tankstelle an der Otto-Lilienthal-Straße nicht ab 3. August freigegeben wird. Die Arbeiten dort sind so gut wie abgeschlossen. Aber: Es kommen neue dazu. Als nächstes ist der nördlich angrenzende Straßenabschnitt mit der Erneuerung dran, von der Einmündung der Otto-Lilienthal-Straße bis zur Straße An der Uferaue. „Mit diesem Abschnitt wird auch die gesamte Kreuzung an der Tankstelle neu gebaut, so dass der Verkehr nicht über den neu gebauten Abschnitt der Landesstraße geführt werden kann“, teilte der Landesbetrieb Straßenwesen auf MAZ-Anfrage mit. Aus der Anwohner-Idee, über diesen neu gebauten Abschnitt die Umleitungsstrecke durch das Industriegebiet anzusteuern, wird also nichts.

Der Landesbetrieb machte deutlich, dass Lehmann mit seinen Befürchtungen im Zusammenhang mit der Freigabe der Autobahnanschlussstelle nicht falsch liegt: Auch er geht von einem höheren Verkehrsaufkommen aus. Um ein sicheres Überqueren der Straße zu ermöglichen, sei es erforderlich, an der Umleitungsstrecke eine Fußgängerampel aufzustellen. Nach Angaben von Anwohner Lehmann leben in dem betreffenden Teil der Havelauen besonders viele Kinder. Er verweist zudem auf die Waldorfschule und mehrere Pflegeeinrichtungen.

Der erste Bauabschnitt der Phöbener Straße ist seit dem 1. April gesperrt. Eigentlich sollten die Arbeiten am 20. Juni abgeschlossen sein. Anwohner, vor allem aber die von heftigen Umsatzeinbußen betroffenen Gewerbetreibenden, zeigten sich genervt, als bekannt wurde, dass sich die Arbeiten bis zum 3. August hinziehen werden. Nun wird die Straße fertig, bleibt aber zunächst eine Sackgasse.

Die Landesstraße soll insgesamt bis zum Ortseingang Phöben erneuert werden. Das ist ein Abschnitt von dreieinhalb Kilometern Länge. Laut dem Bauschild an der Sackgasse ist die Fertigstellung für das zweite Quartal 2020 geplant.

Von Stephan Laude

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