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Brandenburg Wilke-Wurst wohl in alle Teile Brandenburgs geliefert
Brandenburg Wilke-Wurst wohl in alle Teile Brandenburgs geliefert
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17:11 09.10.2019
Das Wilke-Werk in Nordhessen ist inzwischen geschlossen. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
Potsdam

Das Verbraucherschutzministerium geht davon aus, dass Produkte des nordhessischen Wurstherstellers Wilke in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Gastronomie und Handel gelangt sind. Die bei der Schnellwarnkontaktstelle des Landes eingehenden Vertriebslisten würden unverzüglich an die zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter (VLÜÄ) der Landkreise und kreisfreien Städte weitergeleitet, teilte das Ministerium mit. Die Listen selbst machte das Ministerium aber nicht öffentlich.

Die örtlichen Behörden würden sich mit den betroffenen Betrieben in Verbindung setzen und die möglicherweise keimbelastete Ware aus dem Verkehr ziehen. Außerdem werde über das Robert-Koch-Institut geprüft, ob es einen Zusammenhang mit zurückliegenden Erkrankungsfällen gibt, hieß es.

Weit verzweigtes Liefernetz

Weil die Firma Wilke nicht nur ihre Produkte direkt an Endkunden wie Tankstellen oder Gaststätten geliefert, sondern auch über Einzelhandelsketten vertrieben hat, müsse von weit verbreiteten Lieferketten ausgegangen werden, hieß es. Hinzu kommt, dass Produkte der Firma Wilke auch unter anderen Markennamen vertrieben wurden.

Die Waren des Herstellers Wilke werden mit zwei Todesfällen sowie 37 weiteren Krankheitsfällen wegen keimbelasteter Wurst in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen den Geschäftsführer wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung sowie der fahrlässigen Körperverletzung und des Verstoßes gegen Lebensmittelrecht. Das Unternehmen hat inzwischen vorläufige Insolvenz angemeldet. Deshalb gebe es derzeit auch keinerlei Kooperation mit den Behörden, sagte Hinz.

Foodwatch verlangt Herausgabe aller Abnehmer-Namen

Das Verwaltungsgericht Kassel wird in den kommenden Tagen über die Herausgabe von weiteren Informationen im Fall der keimbelasteten Wurstwaren der Firma Wilke entscheiden. Die Verbraucherorganisation Foodwatch habe einen Eilantrag eingereicht. Mit dem Antrag will Foodwatch den Landkreis Waldeck-Frankenberg als zuständige Behörde verpflichten, die Namen sämtlicher Abnehmer zu veröffentlichen, die zurückgerufene Waren von dem nordhessischen Fleischhersteller Wilke bezogen.

Laut dem hessischem Verbraucherschutz-Ministerium sind alle Eigenmarken der Firma Wilke mit dem Identitätskennzeichen „DE EV 203 EG“ betroffen. Die Produkte wurden auch unter folgenden Marken veröffentlicht: Haus am Eichfeld, Metro Chef, Servisa, CASA, Pickosta, Esskultur/Sander Gourmet, Rohloff Fleischmanufaktur, Schnittpunkt, Korbach, ARO, Findt, Domino, Cock’s Vleeswaren, Arasco, Omaco, Delikrydret , Patissa, La Mila, May frisch, G&P, AFMO, BÄKO, Aleksa, La Roya, Vom Bauernland sowie La Persa.

Von MAZ-Online

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