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Brandenburg Windows 11: Was sind die Systemanforderungen des neuen Betriebssystems?
Brandenburg

Windows 11: Systemanforderungen für das neue Betriebssystem - Prozessor, Arbeitsspeicher und Co.

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15:24 01.10.2021
Das Windows-11-Logo
Das Windows-11-Logo Quelle: -dpa--
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Redmond

Bei 10 wollte Microsoft doch aufhören zu zählen. Das haben zumindest viele angenommen: Bei der Vorstellung 2015 hatte es sich so angehört, als ob das Betriebssystem zwar stetig weiterentwickelt werden, der Name Windows 10 aber bleiben würde. Doch Microsoft zählt weiter und nun steht Windows 11 vor der Tür. Fest steht: Windows-10-Nutzerinnen und -Nutzer werden nicht überfordert, müssen sich aber etwas umgewöhnen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Windows 11 im Überblick:

Was sind die Mindestanforderungen an meinen Rechner für Windows 11?

Windows 11 wird als kostenloses Upgrade schrittweise auf bestehenden Rechnern mit Windows 10 installiert. Dabei werden allerdings nur PCs zum Zuge kommen, die eine lange Liste von Voraussetzungen erfüllen. So wird ein vergleichsweise neuer Prozessor verlangt. Das sind die Intel-Prozessoren der achten Generation, Zen-2-Chips von AMD sowie ARM-Chips der Serien 7 und 8 von Qualcomm. Damit werden die Benutzer älterer Systeme mit Prozessoren aus Intels sechster oder siebter Generation sowie älteren AMD-Modellen vom Wechsel zu Windows 11 ausgeschlossen. Ferner werden 4 GB RAM und eine mit DirectX-12 kompatible Grafikkarte verlangt.

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Bei vielen Modellen aus den Jahren 2017 und früher wird das Upgrade auf Windows 11 aber auch daran scheitern, dass auf der Hauptplatine der Rechner noch kein spezieller Sicherheitschip verbaut wurde. Dabei handelt es sich um das umstrittene Trusted Platform Module (TPM) 2.0.

Gibt es ein neues Design?

Ja. Microsoft hat die einst umstrittenen Kacheln verbannt und das neue Startmenü öffnet sich mittig, weil auch der Start-Button in die Mitte der Taskleiste gewandert ist. Abgerundete Ecken fallen vor allem bei den Fenstern auf, alles wirkt luftiger. Der Dateimanager Explorer wurde entschlackt, die Einstellungen aufgehübscht. Zudem meldet sich das System mit neuen Klängen, Symbolen und Hintergründen.

Und was ist mit neuen Funktionen?

Neu sind etwa Widgets, also Fensterchen mit News, dem Wetter oder anderen Infos. Auch den Fokus-Modus für ungestörtes Arbeiten ohne Ablenkungen, der sich in der Uhren-App aktivieren lässt, gab es in Windows 10 noch nicht. Eingeführt werden zudem virtuelle Desktops, mit denen sich unterschiedliche Arbeitsumgebungen etwa für Arbeit und Freizeit selbst mit einem Monitor realisieren lassen, und das sogar mit unterschiedlichen Hintergründen.

Was sollen Snap-Layouts sein?

Es handelt sich dabei um eine neue Gruppierungsfunktion, die den Umgang mit vielen Fenstern und Programmen unter optimaler Ausnutzung der Displayfläche erleichtern soll. Es erscheinen Anordnungsvorschläge, sobald man bei einem Fenster rechts oben auf das Maximieren-Icon geht. Hat man sich für ein Layout entschieden und alle Fenster dementsprechend auf dem Bildschirm verteilt, ist ein Snap-Gruppe entstanden. Und die lässt sich praktischerweise in Gänze minimieren und maximieren.

War nicht auch von Android-Apps die Rede?

Tatsächlich sollen sich auch Android-Apps im generalüberholten Microsoft Store suchen, über den Amazon-App-Store herunterladen und unter Windows 11 nutzen lassen. In Sachen Software-Verzahnung plant Microsoft unter anderem die Integration des Xbox-Abos Game Pass und der Teams-Tools in Windows 11.

Läuft Windows 11 auch auf Apple-Geräten?

Im September erklärte das Unternehmen: Für Mac-Nutzerinnen und -Nutzer wird es nicht ohne Weiteres möglich sein, Windows 11 auf ihren Geräten zu installieren. Gegenüber dem IT-Magazin „The Register“ erklärt ein Sprecher, das Betriebssystem sei auf dem M1-Chip nicht vorgesehen. Es handele sich um ein „nicht unterstütztes Szenario“. Auch das Installieren des Betriebssystems direkt auf der Hardware sei keine Option.

Gibt es Windows 11 nur für neue Rechner?

Nein. Wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt sind und die aktuellste Windows-10-Version installiert ist, wird Windows 11 angeboten. Allerdings nicht unbedingt sofort am 5. Oktober. Die Aktualisierung wird nach und nach verteilt. Das kann Wochen, wenn nicht Monate dauern. Ungeduldige können dann und wann auch manuell prüfen, ob Windows 11 für sie schon bereitsteht, und zwar unter „Einstellungen/Windows Update/Nach Updates suchen“.

Kostet Windows 11 Geld?

Umsteiger zahlen nichts, der Wechsel von Windows 10 auf Windows 11 ist kostenlos. Nur wer einen neuen Rechner mit Windows 11 anschafft, zahlt eine gewisse Summe des Kaufpreises für die Lizenz. Und wer einen neuen Rechner ohne Betriebssystem kauft und Windows 11 möchte, muss natürlich eine Lizenz kaufen.

Wie viel Gewinn wird Microsoft mit Windows 11 machen?

Für Microsoft und seine Partner winkt mit dem geplanten Windows-10-Verfallsdatum ein riesiges Geschäft. Nach Expertenschätzungen sind derzeit rund 1,3 Milliarden Personal Computer mit Windows 10 im Einsatz. Davon werden mehrere hundert Millionen Geräte beim Check mit der „PC Health App“ von Microsoft kein grünes Licht für einen Umstieg auf Windows 11 anzeigen. Diese Rechner werden über kurz oder lang ersetzt werden müssen. Und Microsoft macht mit jedem neuen PC durch die Lizenzgebühr der Hersteller schätzungsweise 25 Dollar Umsatz.

Einen Umsatzschub könnte Windows 11 auch dem Segment der Produktivitäts-Software bescheren. So wird das Kommunikationstool Microsoft Teams in Windows integriert, so dass eine noch schnellere und einfachere Kontaktaufnahme mit Kollegen, Freunden und der Familie möglich ist. Das dürfte die Umsätze des dazugehörigen Programmpakets Office 365 fördern und Teams-Konkurrenten wie Zoom oder Slack Sorgen bereiten. Slack beschwerte sich wegen der Bündelung schon im Herbst bei der EU-Kommission.

Laufen ältere Windows-Programme?

In aller Regel ja. Microsoft hält nach eigenen Angaben am „zentralen Design-Grundsatz der App-Kompatibilität“ fest. Kurz: Was unter Windows 10, 8 oder 7 gelaufen ist, läuft auch unter Windows 11.

Bekommt mein Rechner denn nun Windows 11?

Das kommt darauf an. Microsoft hat technische Mindestanforderungen festgelegt, die ein System erfüllen muss - sonst bricht der Setup-Assistent die Installation ab. Im Vergleich zu Windows 10 sind die Anforderungen deutlich gestiegen. Insbesondere wird ein vergleichsweise neuer Prozessor verlangt. Wichtig: Wer die Home-Version von Windows 11 installieren und einrichten will, kann dies laut Microsoft nur angemeldet mit einem Microsoft-Konto tun. Ohne Konto geht es offiziell nur in der Pro-Version.

Kann ich vor einem Installationsversuch prüfen, ob mein Rechner die Microsoft-Kriterien erfüllt?

Ja, dafür gibt es Testprogramme. Windows eigenes, der „PC Health Check“, wird derzeit noch überarbeitet. Man kann aber auch einfach die Freeware „WhyNotWin11“ nutzen, die sehr übersichtlich darstellt, ob und warum eine Aktualisierung vielleicht nicht möglich ist.

Was ist, wenn mein Rechner nicht bereit ist oder ich Windows 11 gar nicht will?

Dann passiert erst einmal gar nichts. Automatisch installiert sich Windows 11 nicht. Und man kann Windows 10 wie gehabt weiter nutzen. Aber irgendwann wird auch der Support für Windows 10 auslaufen, nach derzeitigem Fahrplan im Oktober 2025. Die Nutzung über diesen Zeitpunkt hinaus würde zum unkalkulierbaren Risiko, weil Microsoft dann keine Sicherheitsupdates mehr liefert - zumindest nicht gratis für Privatkunden.

Wann sind neue Geräte mit Windows 11 verfügbar?

Noch im Herbst. Lenovo hat etwa für November das 1,1 Kilogramm leichte 14-Zoll-Notebook Yoga Slim 7 Carbon mit OLED-Display (ab 1100 Euro) angekündigt. Und auch Asus‚ Zenbook 14X OLED mit 16:10-HDR-Display (ab 1300 Euro) soll noch 2021 erscheinen.

Der allererste Windows-11-Rechner, den man kaufen kann, kommt aber natürlich von Microsoft selbst: Das neue Surface-Tablet Go 3 (ab 440 Euro) wird wie das neue Betriebssystem am 5. Oktober veröffentlicht. Im gleichen Monat folgt noch das Surface 8 Pro (ab 1180 Euro).

Und für Anfang 2022 hat Microsoft das flexible Surface Laptop Studio mit Windows 11 angekündigt: Dessen 14,4-Zoll-Touchscreen ist an einem Spezialscharnier befestigt, sodass sich das Gerät in einen Notebook-, Präsentations- und Tabletmodus klappen lässt.

Von dpa