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Brandenburg Windows 7 auf jedem dritten Behörden-PC
Brandenburg Windows 7 auf jedem dritten Behörden-PC
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19:07 13.01.2020
Notebook mit dem Betriebssystem Windows 7. Quelle: Mauritz Antin/dpa
Potsdam

Die Landesbehörden in Brandenburg haben bislang rund zwei Drittel aller rund 20.000 Rechner von dem alten Betriebssystem Microsoft Windows 7 auf das modernere Windows 10 und Office 2016 umgestellt. Das teilte das Innenministerium in Potsdam auf MAZ-Anfrage mit. Hintergrund ist das drohende Auslaufen von Sicherheits-Updates. Am Dienstag wird die Firma Microsoft ihre vorerst letzte Aktualisierung für das veraltete Betriebssystem auf die Rechner spielen.

Regierung: Sicherheitslücken drohen nicht

Es sei geplant, die Umstellung auf Windows 10 im Laufe des Jahres abzuschließen, sagte Ministeriumssprecher Andreas Carl. Der von Microsoft bereitgestellte Wartungs- und Aktualisierungsdienst (Support) für Windows 7 sei für Geschäftskunden weiterhin sichergestellt. „Sicherheitslücken sind somit absehbar bis zur Vollendung der Umsetzung ausgeschlossen“, sagte der Sprecher. Die Landesverwaltung habe sofort nach Bekanntwerden des bevorstehenden Service-Endes mit den Planungen für die Umstellung der Computer begonnen. Alle Schritte seien mit der Landesdatenschutzbeauftragten Dagmar Hartge abgestimmt worden.

Cyberkriminelle könnten leichtes Spiel haben

Windows 7 kam vor über zehn Jahren am 22. Oktober 2009 als Nachfolger des erfolglosen Windows Vista auf den Markt. Auch der Nachfolger Windows 8 kam mit Startschwierigkeiten und überzeugte viele Nutzer nicht. Daher blieben vor allem viele Unternehmen Windows 7 über Jahre hinweg treu.

Computerexperten warnen schon lange vor den Sicherheitslücken, die auf ungeschützten Windows-7-Rechnern künftig drohen und Cyberkriminellen Zugang verschaffen. „Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute“, sagt etwa Sicherheitsexperte Thomas Uhlemann vom Sicherheitsunternehmens ESET aus Berlin.

Von Ulrich Wangemann

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