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Brandenburg Brandenburger Handel sieht große Belastung durch Kassenbon-Pflicht
Brandenburg Brandenburger Handel sieht große Belastung durch Kassenbon-Pflicht
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07:08 06.01.2020
In einem Café liegt neben einer Tasse Cappuccino eine Quittung für diesen. Quelle: Lucas Bäuml/dpa
Potsdam

Die neue Kassenbon-Pflicht wird nach Ansicht der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg teuer für Unternehmen in Brandenburg. „Das sind Kosten, die man eigentlich nicht bräuchte“, sagte Sprecher Carsten Brönstrup. Die Kassen müssten demnach umgerüstet werden, außerdem werde durch den Mehraufwand der gesamte Verkaufsprozess verzögert. „Für jedes Brötchen, jeden Kaugummi braucht es nun einen Beleg“, sagte Brönstrup. Das könne dazu führen, dass Kunden länger warten müssen. „Aus unserer Sicht wird hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen.“

Größerer Aufwand, je kleiner das Geschäft

Laut Sprecher Philipp Haferkamp vom Handelsverband Berlin-Brandenburg kostet die Umrüstung auf die neuen Standards pro Kasse etwa 300 bis 500 Euro. Der Aufwand sei umso größer und umso belastender, je kleiner das Geschäft sei.

Die sogenannte Kassenbon-Pflicht gilt seit dem 1. Januar 2020. Dadurch soll Steuerbetrug an Ladenkassen und in Restaurants verhindert werden. Wenn Händler über elektronische Kassensysteme verfügen, müssen sie ihren Kunden seit Mittwoch bei jedem Kauf unaufgefordert einen Beleg aushändigen. Laut Gesetz ist nur in „Härtefällen“ kein Beleg fällig - das aber muss die jeweilige Finanzbehörde vor Ort prüfen. Bis Donnerstag lag beim Finanzamt Potsdam noch kein entsprechender Antrag vor.

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