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Brandenburg Woidke will Schienen nach Polen verbessern
Brandenburg Woidke will Schienen nach Polen verbessern
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08:19 26.03.2018
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, lacht während einer Pressekonferenz zum Thema «Brandenburger Perspektiven - Eine lebenswerte Heimat für alle». Quelle: dpa
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Potsdam

Vor rund zwei Wochen wurde der 177 Seiten umfassende Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und der SPD unterschrieben. Seit dem hat Deutschland wieder eine Regierung, die nicht nur geschäftsführende im Amt ist. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bleibt dabei ein Posten erhalten.

Hoffnung auf Deutschland-Koordinator

Woidke bleibt auch in der neuen Bundesregierung weiterhin Polen-Koordinator. Das entsprechende Angebot von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) habe er „sehr gerne angenommen“, sagte Woidke am Sonntag in Potsdam.

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Er sehe seine Aufgabe weiterhin darin, die Menschen beider Länder zusammenzuführen und konkrete Verbesserungen in den Grenzregionen zu erreichen, sagte Woidke, der seit 2014 Polen-Koordinator ist. Er hoffe, dass die polnische Regierung bald einen Deutschland-Koordinator ernenne.

Woidke will Schienenverbindung verbessern

Als Beispiel der Zusammenarbeit brachte Woidke die deutsch-polnischen Medientage und das MusikfestivalHaltestelle Woodstock in Küstrin (Kostrzyn).

Im vergangenen Jahr hatte die nationalkonservative polnische Regierung Feuerwehrleuten aus Brandenburg und Berlin wegen Sicherheitsbedenken eine Absage für ihre Mithilfe bei dem Festival erteilt. Die brandenburgische Landesregierung hatte das massiv kritisiert.

Woikde will außerdem die Schienenverbindungen zwischen den beiden Ländern verbessern. Er verwies dazu auf eine Aussage der Deutschen Bahn, die Strecke zwischen Berlin und Stettin zweigleisig zu elektrifizieren.

Der brandenburgische Ministerpräsident strebt nach eigenen Worten auch eine engere grenzüberschreitende Kooperation von Polizei, Justiz und Hochwasserschutz an. In seiner Eigenschaft als Polen-Koordinator werde er zudem am 13. April die Gedenkstätte Auschwitz besuchen, wo die Ausstellung „Ordnung und Vernichtung“ zur Rolle der deutschen Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt werde.

Woidke hoffe, dass nach 2015 und 2016 bald ein weiterer deutsch-polnischer Bahn-Gipfel stattfinden könne. Am 13. April besucht der Polen-Koordinator die Gedenkstätte Auschwitz.

Von MAZonline