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Brandenburg Wolfsabschuss im Fläming: Jäger aus Holland muss erneut vor Gericht
Brandenburg

Wolf-Jäger muss erneut vor Gericht: Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

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16:23 28.06.2021
Ein Wolf (Canis lupus) in seinem Freigehege im Tierpark Hexentanzplatz (Sachsen-Anhalt)
Ein Wolf (Canis lupus) in seinem Freigehege im Tierpark Hexentanzplatz (Sachsen-Anhalt) Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Potsdam

Der Prozess gegen einen Jäger aus den Niederlanden, der 2019 in Brandenburg einen Wolf abgeschossen hatte, geht in die zweite Runde. Eine Woche nach dem Freispruch vor dem Amtsgericht Potsdam legte die Staatsanwalt Berufung ein. Damit kommt der Fall nun vor das Landgericht.

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Es ist das erste Mal, dass einem Jäger nach eine Wolfsabschuss in Deutschland strafrechtliche Konsequenzen drohen. Johannes B. hatte ausgesagt, dass er bei einer Treibjagd in Rädigke (Potsdam-Mittelmark) von seinem Hochsitz aus gesehen habe, wie ein Wolf mehrere Jagdhunde angriff. In erster Instanz glaubten die Richter seiner Darstellung und billigten dem Holländer zu, in einer Notsituation gefeuert zu haben.

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Der Wolf ist in Deutschland eine streng geschützte Tierart. Wer ihn tötet, dem drohen bis zu fünf Jahren Haft oder eine Geldstrafe. Es gibt jedoch Ausnahmen – zum Beispiel, wenn der Wolf Jagdhunde angreift und auch nach lautem Rufen, Klatschen und Warnschüssen nicht von ihnen ablässt

(Aktenzeichen 82 Ds 82/20).

Von MAZonline