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Brandenburg Horst Krause im "Wolfsland" Lausitz
Brandenburg Horst Krause im "Wolfsland" Lausitz
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14:53 14.12.2013
Bei den Dreharbeiten im September: Horst Krause als Polizeihauptmeister und Maria Simon als Kommissarin Olga Lenski. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Mit der Kampagne „Rotkäppchen lügt“ versuchen Naturschützer, den Ängsten vor der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland zu begegnen. Betroffene Regionen wie die Lausitz haben zum Schutz von Mensch und Natur ein Wolfsmanagement entwickelt. Dennoch ist die Ablehnung verbreitet. Diese Stimmung greift der fünfte Fall von Kommissarin Olga Lenski (Maria Simon) und Polizeihauptmeister Horst Krause (Horst Krause) für die Krimireihe „Polizeiruf 110“ auf, den die ARD am Sonntag (20.15 Uhr) ausstrahlt. Dabei zeichnet „Wolfsland“ ein Bild, bei dem eher Mensch als Tier des Menschen Feind ist. Fabian Hinrichs („Sophie Scholl – Die letzten Tage“) wird vom kommenden Jahr an als Hauptkommissar Konrad Wagner im neuen Franken-„Tatort“ selbst auf Mörderjagd gehen. In „Wolfsland“ gerät er in Brandenburg als Wolfsbeobachter Stefan Waldner unter Verdacht.

Voller Misstrauen – fast feindselig – begegnen ihm die Einwohner des gottverlassenen Örtchens Kaskow. Siedelt sich in der Gegend ein Wolfsrudel an, sehen die Dörfler ihr eigenes Hab und Gut gefährdet. Als Wolfskenner Waldner dann auch noch einen Wolf tot in der brandenburgischen Steppe findet, ist die Stimmung zum Zerreißen gespannt. Lenski und Krause, die in das verlassene Nest gerufen worden sind, stoßen auf eine skurrile Situation: Schlossherrin Elisabeth von Taupitz (Monika Lennartz) bedroht den Wolfsbeobachter mit ihrem Jagdgewehr, nachdem dieser ihr – einer Anklage gleich – das tote Tier vor die Tür gelegt hat.

Kaum sind die Kontrahenten getrennt, gibt es einen „echten“ Fall für die Mordkommission: Bei Schüssen auf den Bauwagen von Waldner wird eine junge Frau verletzt, wenig später liegt der Dorfveterinär erschlagen im Gras. Wolfsbeobachter Waldner, der sich als Opfer einer Dorfverschwörung sieht, hätte ein Motiv gehabt. Doch ist der stille Einzelgänger wirklich wegen eines Wolfes zum Mörder geworden? Lenski behält einen kühlen Kopf, Krause ermittelt zuverlässig die Fakten. Das Duo stößt auf eine düstere Geschichte aus der DDR-Vergangenheit, in die auch die Stasi involviert ist.

Der Wolfsfreund ist Dorfbewohnern aus tragischen Kindheitstagen bekannt. Einsamkeit bis hin zur Entfremdung ist das Thema des „Polizeirufs 110“ von Regisseur Ed Herzog und Autor Rainer Butt. Wie schon beim vierten Fall von Lenski und Krause („Vor aller Augen“) wird mit Metaphern des Westerns gearbeitet: Ein Mann, ein Lagerfeuer, das Heulen der Wölfe, Schüsse in der Nacht. Dabei stehen sich das menschliche Treiben und das der Wölfe gegenüber. Sie werden in Bildern atmosphärisch gegeneinander geschnitten: Da ist das Rudel, die soziale Gemeinschaft. Dort der Ausgestoßene, der weg muss. Das Verhalten der Tiere wirkt dabei sozialer als das der Dorfbewohner. Ein Eindruck, den Tierfilmer Sebastian Koerner bestätigt: „Wölfe sind freundliche Familienwesen und nicht irgendwelche Einzelkämpfer.“ Der Wildbiologe aus Spreewitz an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg hat in der Lausitz ein Rudel junger Wölfe gefilmt. Diese Originalaufnahmen werden in der Krimifolge eingespielt. „Ich finde es toll, dass die Tiere durch meine dokumentarischen Aufnahmen für sich sprechen können“, so Koerner. Er ist mit dem Ergebnis zufrieden.

„Insbesondere die Darstellung der Jagdseite entspricht dem, was wir an Vorbehalten und Ablehnung erleben“, berichtet der Tierfilmer. Koerner hat die Filmerei durch seine Frau, Wolfsexpertin Gesa Kluth, entdeckt. Diese forscht seit 2001 über die kurz zuvor aus Polen in die Lausitz eingewanderten Wölfe. Bundesweit wurden laut Experten zuletzt 25 Wolfsrudel gezählt. Das Tier, das direkt mit den Schauspielern zu sehen ist, ist allerdings ein geschminkter Wolfshund.

Von Marion von Kraats

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